Bauhauptgewerbe im Juni 2015

Dienstag, 25.08.2015

Presseinfo 24/15

Kr/

 

Endlich Sommer am Bau - Umsatz steigt um 7 %, Nachfrage legt im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 9 % zu. 

1. Halbjahr: Umsatz mit minus 1 % hinter den Erwartungen, Branche aber weiter optimistisch - Auftragseingänge um 2 % über Vorjahresniveau.

Der Sommer ist endlich in den Büchern der Bauunternehmen angekommen: Wie der Hauptverband der Deut­schen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines „Aktuellen Zahlenbildes“ mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Juni um nominal 6,8 % über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats, auch dank zweier zusätzlicher Arbeitstage. Aufgrund der Umsatzrückgänge der Vormonate – die ausschließlich auf statistische Basiseffekte und nicht auf eine schlechte Baukonjunktur zurückzuführen waren – liegt die Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres mit minus 1 % allerdings noch hinter den Erwartungen für das Gesamtjahr von plus 2 % zurück.

Der Verband erwartet aber, dass die gute Auftragslage auch in den kommenden Monaten zu steigenden Umsätze führen und damit das Umsatzminus mehr als ausgleichen wird. Immerhin lagen die Auftragseingänge im ersten Halbjahr um nominal 1,9 % über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums, für den Juni meldeten die Bauunternehmen sogar ein Plus von 9,0 %. Aufgrund der zusätzlichen Arbeitstage errechnete das Statistische Bundesamt für Juni allerdings einen - saison-, arbeitstäglich und preisbereinigten - Rückgang der Auftragseingänge im Vergleich zum Vormonat von 4,3 %.

Alle Bausparten haben deutlich zugelegt, das beste Gesamtergebnis wurde aber für den Wohnungsbau ausgewiesen: Der Auftragseingang stieg im Juni um 10,8 % und der Umsatz lag sogar um 14,4 % über dem Niveau des Vorjahreswertes (1. Hj: + 6,9 % bzw. + 4,9 %). Das Interesse der Investoren an einer soliden Kapitalanlage scheint ungebrochen: Die Baugenehmi­gungen für neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern legten im Juni mit + 11,6 % deutlich zu (1. Hj.: + 4,5 %). Auch die Genehmigungen für den Ein- und Zweifamilienhäuser stie­gen mit + 11,7 % unerwartet stark an (1. Hj.: 0,0 %).

Ausgesprochen gut abgeschnitten hat auch der Öffentliche Bau: Die Gebietskörperschaften haben im Juni - dank steigender Steuereinnahmen - nicht nur offene Rechnungen beglichen (Umsatz: + 3,9 %, 1. Hj.: - 3,8 %), sie haben auch neue Aufträge vergeben: Die Bauunternehmen meldeten einen Anstieg des Auftragseingangs von 9,9 % (1. Hj.: + 2,4 %). Auch die Neubaugenehmigungen im Öffentlichen Hochbau (veranschlagte Baukosten) haben wieder zugelegt (Juni: + 31,4 %, 1. Hj.: + 13,7 %).

Die Indikatoren im Wirtschaftsbau haben sich im Juni deutlich verbessert: Die Bauunternehmen meldeten sowohl ein Order- als auch ein Umsatzplus (+ 7,2 % bzw. + 5,7 %). Aufgrund der wechselhaften Entwicklung der vergangenen Monate sind beide Indikatoren für das gesamte ersten Halbjahr allerdings noch im Minus (1. Hj.: - 0,9 % bzw. -1,7 %). Auch die Neubaugenehmigungen von Wirtschaftsgebäuden lagen in den ersten sechs Monaten noch unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreswertes (- 2,4 %). Im Juni zogen die Genehmigungen aber wieder deutlich an (+ 21,6 %), besonders stark haben die Handels- und Lagergebäude zugelegt (+ 34,0 %).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bun­desamtes.