Deutsche Bauindustrie: Best Practice im Auslandsbau

Donnerstag, 08.05.2014

Presseinfo 21/14

 

„Die Welt wächst. Immer mehr Menschen brauchen vor allem in den Städten eine angemessene urbane Infrastruktur, gut ausgebaute Verkehrswege und eine zuverlässige Wasser- und Energieversorgung. Bauen schafft die Grund­lage, damit dieses Wachstum planvoll, nachhaltig und ressourcenschonend verläuft, so unterschiedlich die Bedürfnisse und Erfordernisse auf den verschie­denen Kontinenten und in den verschiedenen Regionen auch sind.“ Darauf weist der Präsident des Hauptverbandes, Prof. Thomas Bauer, in einer Best-Practice-Broschüre des Hauptverbandes zum Auslandsbau deutscher Bau­industrieunternehmen hin.  

Die deutsche Bauindustrie bringe durch ihre Präsenz auf fünf Kontinenten in über 70 Ländern – im direkten Geschäft oder mit lokalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften – sowohl in den industrialisierten als auch in den Schwellenländern bei der Umsetzung technisch anspruchsvoller Projekte im Bereich der Infrastruktur, im Spezialtiefbau, im Hochbau sowie bei der Ver- und Entsorgung mit Energie und Wasser ihr Know-how ein. „In der Broschüre werden unter anderem Projekte wie der weltweit größte Offshore-Windpark London Array oder der Gotthard-Basistunnel, der weltweit längste Tunnel dargestellt“, erklärte Bauer. Darüber hinaus gebe die Publikation auch einen Überblick über weltweit herausragende Hochbauprojekte und Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit.

Die deutsche Bauindustrie habe sich weltweit einen hervorragenden Ruf erarbeitet, der sich auf Ingenieurkompetenz, auf der Qualität von Projekt­management und Bauausführung sowie auf der Innovationsfreude deutscher Bauindustrieunternehmen gründe, führte Bauer aus. „Hinzu kommt eine große Erfahrung mit den rechtlichen, sozialen und kulturellen Besonderheiten der Aus­landsmärkte, da wir – im Unterschied zum produzierenden Gewerbe – unsere Produktion bzw. unsere Dienstleistungen naturgemäß vor Ort auf der Auslands­baustelle erbringen. Experten aus Deutschland arbeiten dabei Hand in Hand mit regionalen Partnern. Damit trägt das Tochter- und Beteiligungsgeschäft der deutschen Bauindustrie auch zum Erhalt hochqualifizierter Arbeitsplätze im Inland bei“, ergänzte Bauer.

Die deutsche Bauindustrie brauche im harten internationalen Wettbewerb um attraktive Großaufträge neben einer effektiven politischen Flankierung ihres Tagesgeschäfts ein flexibles Exportkreditversicherungssystem, das den Besonderheiten des internationalen Baugeschäfts Rechnung trage, insbe­sondere mit Blick auf die Deckungsfähigkeit des Tochter- und Beteiligungs­geschäfts und die Einbeziehung örtlicher Kosten, erläuterte Bauer. Darüber hin­aus wären ein verstärktes Engagement der deutschen Entwicklungspolitik in der Verkehrsinfrastruktur sowie eine engere Verzahnung zwischen Entwicklungs­finanzierung und Exportkreditversicherung wünschenswert. Mit Blick auf die Baumärkte in der Europäischen Union sollte die Bundesregierung auf transpa­rente Vergabeverfahren und faire Vertragsbedingungen in allen Mitgliedstaaten bei EU-finanzierten Bauprojekten drängen.

„Mit dieser Unterstützung wird sich die deutsche Bauindustrie auch in Zukunft auf den Weltbaumärkten behaupten können“, so Bauer weiter. „Mit unserer neuen Broschüre möchten wir einen Überblick über das breite Leistungs­spektrum der deutschen Bauindustrie im Ausland und die hohe Qualität deutscher Bauingenieurkunst geben.“

 

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