Presseinfo 11/13

Montag, 25.03.2013

Bauhauptgewerbe im Januar 2013:
Winterstarre am Bau: Umsatz sinkt um 11 %. Aussichten aber positiv: Auftragseingänge leicht im Plus.

Der Winter hat das Bauhauptgewerbe auch zu Jahresanfang fest im Griff: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Januar um nominal 10,6 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats – das war der dritte Rückgang in Folge. Ursächlich für diese Entwicklung waren die frostigen Temperaturen, die die Bautätigkeit nahezu zum Erliegen brachten. Hinzu kam - wie auch im Vormonat - ein statistischer Basiseffekt: Der Umsatz war im Januar 2012 um 20 % gestiegen. Positiv ist allerdings die Entwicklung der Auftragseingänge: Das gute Ergebnis aus dem Januar 2012 mit einem Auftragsplus von nominal 19 % wurde noch um 1,3 % übertroffen (real: - 1,2 %). Das ist das beste Ergebnis zu Jahresbeginn seit 2008.

Der Wohnungsbau ist weiterhin die Triebfeder im Bauhauptgewerbe: Die Nachfrage stieg im Januar des laufenden Jahres um 3,0 %, nach einem Plus im Januar 2012 von 35 %. Hinzu kommt ein gutes Genehmigungspolster aus dem vergangenen Jahr: Die Zahl der Genehmigungen von neuen Wohnungen ist um 5,1 % auf knapp 215.000 gestiegen. Der witterungsbedingte Umsatzrückgang im Januar von 8,8 % wird somit im Jahresverlauf ausgeglichen werden. Besonders stark betroffen von der Witterung waren die Bauunternehmen des Öffentlichen Baus, die einen Umsatzeinbruch von 15,7 % gemeldet haben. Auf der anderen Seite konnten sie sich aber über ein Auftragsplus von 10,7 % freuen - es ist zu hoffen, dass dieser bald produktionswirksam wird. Demgegenüber wurde für den Wirtschaftsbau ein Rückgang des Auftragseingangs von 5,7 % ausgewiesen. Ob die Verunsicherung der Investoren nachhaltig oder nur vorübergehend ist, wird sich erst im Laufe des Jahres zeigen; der Umsatzrückgang im Januar von 9,2 % ist vor allem dem Winter anzulasten.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.