Finck: „Baupreise werden steigen“

 

 

 

Der Präsident des Bauindustrieverbandes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Finck, sieht die nächste Entsorgungs-Krise auf die Branche zukommen.

Von Dominik Bath ›

Magdeburg l Die deutsche Bauindustrie verarbeitet jedes Jahr rund 200 Millionen Tonnen Bauschutt. Ein Großteil des Abfalls wird wiederverwertet, landet zum Beispiel in ehemaligen Tagebauen. Das Bundesumweltministerium will die Entsorgung nun neu regeln. Der Präsident des Bauindustrie-Verbandes Sachsen-Anhalt Wolfgang Finck schlägt deswegen Alarm: Finck befürchtet einen Deponien-Notstand in Sachsen-Anhalt und bereitet seine Kunden auf steigende Baupreise vor.

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Bauindustrie in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt arbeiten rund 29 000 Beschäftigte in den 2800 Unternehmen der Baubranche. Die Struktur ist kleinteilig. Rund 70 Prozent der Betriebe haben weniger als zehn Mitarbeiter. 2016 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro (2015: 3,1 Milliarden Euro).

Vor allem der Wohnungsbau zog stark an. In dem Segment wuchs der Umsatz um fast 35 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Im Wirtschaftsbau mit 1,3 Milliarden Euro wurde der Vergleichswert von 2015 knapp, im öffentlichen Bau mit Umsatzerlösen von 974,3 Millionen Euro deutlich verfehlt (minus 7,4 Prozent).

Der Bauindustrieverband Sachsen-Anhalt und Sachsen vertritt seit 2006 etwa 150 Mitgliedsunternehmen mit 10 000 Beschäftigten. Wolfgang Finck ist seit drei Jahren Präsident des Verbandes. Der 66-Jährige ist Geschäftsführer eines Unternehmens in Thale (Landkreis Harz). (ba)