Weitere Bauberufe
Der Asphaltbauer
Asphaltbauer verarbeiten Gussasphalt und Asphaltmastix (Mischung aus Steinmehl und Bitumen für starke Beanspruchungen). Im Brücken- und Straßenbau stellen sie Abdichtungs-, Schutz- und Deckschichten her, im Industriebau Hallen- und Werkstattböden. Außerdem sichern sie Bauwerke aller Art gegen Feuchtigkeit. Zum Tätigkeitsbereich gehören außerdem die Fugenausbildung, Kunststoffbeschichtung und farbliche Oberflächengestaltung sowie die Erstellung von Dämmschichten im Hochbau.
Was sollte man „mitbringen"?
Beim Arbeiten mit heißem Asphalt ist Umsicht notwendig, um Kollegen und sich selbst nicht zu gefährden. Asphaltbauer müssen sich auf immer wieder neue Arbeitsbedingungen auf den Baustellen einstellen. Dabei ist Flexibilität gefragt. Das genaue Abdichten beispielsweise von Fugenanschlüssen erfordert zudem Sorgfalt.
Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich Werken und Technik sind beim Einsatz von Werkzeugen und Maschinen erforderlich. Wichtig sind auch Kenntnisse in Mathematik, etwa beim Durchführen von Flächen- und Materialberechnungen oder im Rahmen von Messarbeiten. Wissen in Physik ist förderlich, um das Verhalten der verarbeiteten Materialien und die bau-technische Wirkung von Abdichtungen nachvollziehen zu können.
Der Baugeräteführer
Zu den Aufgaben des Baugeräteführers gehört das Führen technisch anspruchsvoller und zum Teil sehr teurer Baumaschinen und -geräte im Hoch-, Straßen- und Tiefbau. Zudem warten und pflegen Baugeräteführer die Baugeräte, erledigen kleinere Reparaturen und rüsten die Baumaschinen bei Bedarf um, z.B. wechseln sie mobile Zusatzgeräte aus. Sie müssen im Umgang mit Prüf- und Messgeräten geübt sein, die Maschinenbauteile und ihre Funktion kennen und elektronische, hydraulische und pneumatische Gerätesteuerungen bedienen können. Um seine Maschine fachgerecht und wirtschaftlich einsetzen zu können, muss der Baugeräteführer außerdem mit den einzelnen Baustoffen und Bauverfahren vertraut sein.
Was sollte man „mitbringen"?
Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein sind bei der Arbeit auf Baustellen von besonderer Bedeutung. Wartungs- und Schmierdienste an Baugeräten sind beispielsweise genauestens auszuführen, beim Führen von Baggern ist auf Gas, Wasser oder Stromleitungen zu achten, um Beschädigungen und Unfälle zu vermeiden.
Kenntnisse in Physik sollten vorhanden sein, sie sind für die Bedienung und Funktionsweise von Baugeräten unerlässlich. Auch Mathematik ist wichtig, etwa um auf den Baustellen Flächenaufteilungen zu berechnen. Wissen in Werken und Technik ist für die Bedienung und Wartung von Baugeräten erforderlich.
Der Bauwerksabdichter
Der Bauwerksabdichter schützt mit unterschiedlichen Verfahren Bauwerke vor Grund- und Sickerwasser, Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Stauwasser und Regen. Sie bewerten die abzudichtenden Untergründe und stellen Schutzschichten und Beläge her. Beispielsweise bauen sie mithilfe von Gasbrennern Dichtungsbahnen ein und stellen mit verflüssigtem Bitumen Abdichtungsfugen her. Außerdem prüfen sie ausgeführte Arbeiten auf Zweckmäßigkeit und Qualität.
Worauf kommt es an?
Umsicht braucht man vor allem bei Abdichtungsarbeiten auf Dächern sowie bei Arbeiten auf Gerüsten oder Leitern, um die Sicherheit von Passanten und Kollegen zu gewährleisten. Häufiger Baustellenwechsel und ständiges Anpassen an sich ändernde Arbeitsorte und ‑bedingungen erfordern Flexibilität. Auch Sorgfalt ist gefragt, wenn z.B. Bauwerke gegen Feuchtigkeit abzudichten sind.
Mathematikkenntnisse sind wichtig, um Längen und Flächen zu vermessen oder den Bedarf an Baustoffen zu ermitteln. Die Handhabung von Werkzeugen und Baugeräten erfordert Fähigkeiten im Bereich Werken und Technik. Um Bewegungsfugen oder Hilfskonstruktionen für bewegliche Wandanschlüsse herzustellen oder zu beurteilen, sind Kenntnisse in Physik vorteilhaft.
Der Baustoffprüfer
Sie bereiten Probenahmen vor und führen diese durch. Je nach Schwerpunkt und Auftrag untersuchen sie z.B. Böden auf Tragfähigkeit oder führen Sondierungsbohrungen durch, um die Verdichtungs- und Wasseraufnahmefähigkeit eines Bauuntergrundes zu ermitteln. Sie stellen die Belastung mit umweltschädlichen Stoffen fest oder testen für Bauwerke oder Straßenbeläge Mörtel, Beton, Asphalt und andere Baustoffe auf ihre Eigenschaften und Einsatzfähigkeit. So ermitteln sie z.B. Druckfestigkeit, Verhalten bei Hitze oder Kälte und ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Güteklassen.
Die Untersuchungen führen sie in Labors durch und setzen chemische und physikalische Methoden und Prüfmaschinen ein. Bei ihrer Arbeit orientieren sie sich an Sollwerten, Gütevorschriften, Baustoffnormen und anderen Regelwerken. Ihre Prüf- und Messergebnisse dokumentieren sie, werten diese aus und stellen sie grafisch dar. Sie erstellen Prüfberichte und erläutern den Kunden ihre Ergebnisse.
Worauf kommt es an?
Vor allem Verantwortungsbewusstsein ist wichtig, da z.B. die Tragfähigkeit oder Stabilität von Untergründen und Baustoffen gewissenhaft geprüft werden muss, um Leben und Gesundheit von Menschen nicht zu gefährden. Beim Messen der Dichte, Härte oder Porosität von Baustoffen ist Sorgfalt gefragt. Das Prüfen von Baumaterialien und Böden auf Baustellen oder im Gelände an wechselnden Arbeitsorten erfordert Flexibilität.
Um physikalische Eigenschaften z.B. von Bauprodukten, Böden, Baurohstoffen und Bindemitteln zu untersuchen oder die chemischen Kenngrößen von Proben zu bestimmen, sind Kenntnisse in Physik und Chemie nützlich. Berechnungen über das richtige Verhältnis für Labormischungen erfordern Kenntnisse in Mathematik.
Der Bauzeichner
Seine Zeichnungen sind das Bindeglied zwischen Planung und Bauausführung - vom Architekten über den Bauleiter bis zum Facharbeiter. Bauzeichner erstellen Zeichnungen und bautechnische Unterlagen für Häuser, Brücken, Straßen und andere Bauwerke. Dazu arbeiten sie in der Regel am Computer mit CAD Programmen (Computer Aided Design). Dabei beachten sie die einschlägigen technischen Vorschriften. Neben der zeichnerischen Arbeit stellen sie fachspezifische Berechnungen an. So ermitteln sie z.B. den Bedarf an Baustoffen, erstellen Stücklisten und fertigen Aufmaße an. Der Bauzeichner beherrscht alle wichtigen Zeichentechniken und den Umgang mit Reißschiene und Zeichenmaschine. Häufig ist der Bauzeichner mit auf der Baustelle und vermisst Gebäude und Bauteile und fertigt Skizzen an.
Worauf kommt es an?
Um präzise und normgerechte Zeichnungen nach Auftragsvorgabe anzufertigen, ist Sorgfalt unabdingbar.
Kenntnisse in Werken und Technik sind erforderlich, um Konstruktions- und Detailzeichnungen von Bauteilen anzufertigen. Für fachspezifische Berechnungen wird Wissen in Mathematik benötigt. Da statische und bauphysikalische Aspekte bei der Konstruktion von Bauteilen berücksichtigt werden müssen, sind Kenntnisse in Physik hilfreich. Vorkenntnisse in der Datenverarbeitung sind für das rechnergestützte Zeichnen von Vorteil.
Der Betonfertigteilbauer
Betonfertigteilbauer stellen Beton und Stahlbetonfertigteile wie Rohre, Gehwegplatten, Treppenstufen und Gesimse her. Sie bearbeiten und gestalten die Betonoberflächen und montieren Fertigteile auf der Baustelle. Dazu härten sie unterschiedliche Mischungen von Sand, Kies, Zement und Wasser in vorbereiteten Formen. Des Weiteren verlegen und gießen sie fugenlose Steinfußböden, sogenannten Terrazzo, aus verschiedenen Mischungen von Beton und Natursteinen. Die Oberflächen gestalten sie durch Sägen, Schleifen und Polieren. Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis gehören dazu, um Form- und Rahmenkonstruktionen zu bauen, Fertigteile herzustellen und zu montieren.
Worauf kommt es an?
Umsicht ist erforderlich, um das Umfeld beim Steuern der Hebezeuge zu erfassen und zu berücksichtigen. Sorgfalt ist erforderlich, damit die Rezepturen der Betonmischungen exakt eingehalten werden und so die Betonteile die nötige Stabilität erreichen. Wechselnde Baustellen mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen erfordern zudem Flexibilität.
Für die Herstellung von Holzschalungen und ‑formen oder das Verlegen von Platten und Fliesen sind Kenntnisse in Werken und Technik unabdingbar. Zum Anfertigen und Lesen von Skizzen und Zeichnungen sind Kenntnisse im technischen Zeichnen vorteilhaft. Wissen in Mathematik ist erforderlich, um Flächen, Volumen, Gewicht oder Mischungsverhältnisse für Betonbauteile berechnen zu können. Um zu verstehen, wie Kräfte als Ursache für Bewegungs-, Lage- und Formänderungen bei der Herstellung von Betonbauteilen wirken, sind Physikkenntnisse wichtig.
Der Fassadenmonteur
Fassadenmonteure bringen Bauelemente an Fassaden an, um Bauwerke vor Feuchtigkeit, Wärme und Kälte, Lärm oder Feuer zu schützen. Zunächst übertragen sie die Maße aus den Ausführungs- und Detailzeichnungen auf das Bauwerk. Danach stellen sie Schutz und Trennschichten her, bringen Wärmedämmungen an, bauen Verankerungs-, Verbindungs- und Befestigungselemente ein und montieren Unterkonstruktionen. Der Umgang mit verschiedenen Meßgeräten wie Lot und Wasserwaage, Schlauchwaage, Theodolit, Nivelliergerät und Laser sind daher Voraussetzung für diesen Beruf.
Worauf kommt es an?
Umsicht ist erforderlich, z.B. bei Arbeiten auf Gerüsten und Hebebühnen, um Passanten, Kollegen und sich selbst nicht zu gefährden. Flexibilität ist notwendig, da Baustellenwechsel die Anpassung an sich ändernde Arbeitsorte und ‑bedingungen verlangen.
Gute Kenntnisse in Mathematik sind unverzichtbar, da verschiedene Messungen durchgeführt, Leistungen berechnet oder Maß- und Winkelgenauigkeit von Untergründen geprüft werden müssen. Bei der Fassadenmontage müssen Baustoffe und Bauteile bearbeitet oder Oberflächen behandelt werden. Hierbei sind Fähigkeiten im Bereich Werken und Technik von Vorteil. Kenntnisse im Technischen Zeichnen sind wichtig, um etwa Abwicklungen aufzureißen oder Schablonen herzustellen.
Der Industrieisolierer
Die von ihm erstellten isolierenden Verkleidungen schützen Rohrleitungen und Apparaturen, Behälter und Bauteile vor Energieverlusten. Neben dem Wärme- und Kälteschutz gehört aber auch der Schallschutz zu seinen Aufgaben. Er leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Für den jeweiligen Zweck wählen sie die beste Dämm-Methode und das geeignete Material aus.
Worauf kommt es an?
Umsicht ist erforderlich, z.B. bei Arbeiten auf Gerüsten, um Passanten, Kollegen und sich selbst nicht zu gefährden. Sorgfalt ist in diesem Beruf erforderlich, um z.B. zuverlässige Dämmungs- und Isoliererfolge zu erzielen. Auch Flexibilität ist wichtig, da Baustellenwechsel die Anpassung an sich ändernde Arbeitsorte und ‑bedingungen verlangen.
Erfahrungen in Werken und Technik sind beim Umgang mit Werkzeugen und Maschinen gefragt. Kenntnisse in Mathematik sollten vorhanden sein, da man z.B. den Materialbedarf für ebene und gekrümmte Flächen ermitteln muss. Auch gute Kenntnisse in der Geometrie sind von Vorteil. Wissen aus der Physik, v.a. in der Wärmelehre, ist wichtig, um beispielsweise die Wirkung von Dämmstoffen zu verstehen.
Der Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik
Mechaniker für Landmaschinentechnik warten, prüfen und installieren land- und baumaschinentechnische Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen und Geräte. Bei Defekten oder in Schadensfällen setzen sie diese wieder instand. Dabei erstellen sie Fehler- und Störungsdiagnosen in mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen, grenzen die Ursachen ein und beheben die Mängel, indem sie die entsprechenden Teile reparieren oder austauschen. Ihr Aufgabenfeld umfasst die manuelle und maschinelle Bearbeitung von Werkstücken ebenso wie das Ausführen von Schweißarbeiten. Darüber hinaus führen sie Abgasuntersuchungen durch und stellen fahrzeugelektrische Stromanschlüsse her. Sie nehmen Anlagen in Betrieb, testen diese und weisen den Betreiber ein. Außerdem rüsten sie land- und bauwirtschaftliche Fahrzeuge oder Maschinen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen aus.
Worauf kommt es an?
Verantwortungsbewusstsein sowie Sorgfalt sind wichtig, wenn z.B. Bauteile und Baugruppen an Land- und Baumaschinen überprüft und Sicherheitseinrichtungen repariert werden.
Metallarbeiten wie Schweißen und Bohren gehören zum Arbeitsalltag. Wer über Kenntnisse und Fertigkeiten in Werken und Technik verfügt, ist daher im Vorteil. Wissen in Mathematik und Physik sind nötig, da man beispielsweise Pumpenleistungen oder elektrotechnische Parameter berechnen sowie Kräfte und Festigkeit von Bauteilen abschätzen muss.

