Gestaltung tariflicher Rahmenbedingungen

Ausbaufirmen der Baunebengewerbe (insbesondere Maler und Tischler) bieten mitunter originäre Leistungen des Akustik- und Trockenbaus mit an. Gemäß Urteil des Bundesarbeitgerichtes (10 AZR 302/06) vom 20. Juni 2007 ist diesbezüglich festzuhalten: "Werden arbeitszeitlich überwiegend Innenausbauarbeiten in Form von Raumauskleidungen aller Art an Decke, Wänden, Säulen, Stützen u.Ä. ausgeführt, wobei die für die Verkleidung verwendeten Platten aus unterschiedlichen Materialien von Drittunter- nehmen bezogen werden, so handelt es sich um Trocken- und Montage- bauarbeiten im Sinne von § 1 Abs. 2 Abschn. V Nr. 37 VTV Bau".

Fazit:

Angemessene Rahmenbedingungen für die Branche Ausbau und Trockenbau können nur über Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe gestaltet werden.

Deshalb engagiert sich die BFA Ausbau und Trockenbau in diesem Bereich intensiv. Im Rahmen von Tarifverhandlungen gelang es bereits, für den Bereich konkurrierender Lohntarife zum Maler und Lackiererhandwerk Sonderlohngruppen für Trockenbauarbeiten zu vereinbaren, die für die Unternehmen des Akustik- und Trockenbaus eine erhebliche Absenkung der sonst üblichen Tariflöhne bedeuteten.