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Partikelfilterpflicht für Baumaschinen

Die Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte der Europäischen Kommission ist momentan für zahlreiche Städte in Europa eine große Herausforderung. Die Deutsche Bauindustrie unterstützt in vielfältiger Weise die Entwicklung umfassender Strategien zur Luftreinhaltung und leistet schon heute hierzu einen wesentlichen Beitrag, u. a. durch die laufende Modernisierung des Baumaschinenparks. Damit die Bauunternehmen diesen verantwortungsvollen Aufgaben auch zukünftig nachkommen können, muss bei der Festlegung von Maßnahmen und Regelungen zur Luftreinhaltung die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Hierbei geht es vor allem um eine wirtschaftlich und zeitlich verträgliche Umsetzung von Maßnahmen, die sich an der finanziellen Situation der betroffenen Bauunternehmen orientieren muss.

Der unmittelbare Einfluss von Baumaschinen auf die Gesamtfeinstaubbelastung liegt bei weniger als 1 % - Tendenz fallend, denn die neu in den Verkehr gebrachten Baumaschinen haben aufgrund der strengen europäischen Regelungen deutlich reduzierte Dieselpartikel-Emissionen. In den nächsten 10 Jahren ist - auch ohne, dass eine Partikelfilterpflicht für Baumaschinen im Bestand eingeführt wird - eine Minderung des Emissionswertes um weitere 20 % gegenüber dem heutigen Stand zu erwarten (Quelle: IFEU Institut Heidelberg). Vor diesem Hintergrund besteht keine Notwendigkeit für eine undifferenzierte und übereilte Partikelfilterpflicht für Baumaschinen.