Verbandsprofil
Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) ist die Interessenvertretung der Hersteller von Bekleidung, Unterkonstruktion, Wärmedämmstoffen sowie Verankerungs-, Verbindungs- und Befestigungselementen für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) mit Sitz in Berlin.
Ziel des Verbandes ist, eine bauphysikalisch und architektonisch anspruchsvolle Ausführung und Gestaltung von Fassaden bei Neubau und Sanierung unter Berücksichtigung aller ökologischen Aspekte zu fördern. Zu den Hauptaufgaben des FVHF gehört, die Vorteile und Merkmale der vorgehängten hinterlüfteten Fassade in der öffentlichen Meinung, bei Planern, Verbänden und bei Entscheidungsträgern durch eine aktive Informationspolitik zu verdeutlichen.
Der FVHF setzt sich für eine einheitliche Ordnung des Zulassungswesens für den Bau von VHF sowie die Normung dieser Konstruktion und ihrer Bestandteile ein. Um einen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt im Fassadenbau zu forcieren, fördert der Verband die anwendungsbezogene Forschung und erarbeitet Empfehlungen sowie Regelwerke. Außerdem beteiligt sich der FVHF an der Erstellung und Einführung nationaler und internationaler Vorschriften.
Gestalterische Vielfalt
Durch die große Auswahl an unterschiedlichen Bekleidungswerkstoffen und Materialkombinationen sowie die Möglichkeiten einer sichtbaren oder verdeckten Befestigung bietet das System der vorgehängten hinterlüfteten Fassade eine ungewöhnlich hohe Gestaltungsvielfalt. Der Fachverband sieht es daher als seine Aufgabe, Planer und Architekten bei der Auswahl des Fassadensystems in Neubau und Sanierung zu beraten und zu unterstützen. Hierzu dienen neben diversen Publikationen vor allem die Durchführung des Deutschen Fassadentages® und die Verleihung des Deutschen Fassadenpreises. Die als Siegerprojekte daraus hervorgehenden hochwertigen Architekturbespiele sind in besonderem Maße dazu geeignet, den ganzheitlichen Ansatz von VHF-Systemen noch stärker in der öffentlichen Meinung zu verankern.
Technische Qualität
Einen besonderen Schwerpunkt sieht der Fachverband in der Herausarbeitung der technischen Qualitäten des Systems der vorgehängten hinterlüfteten Fassade. Sie liegen in erster Linie in der konstruktiven Trennung der Funktionen Wärmeschutz und Witterungsschutz. Die Schadensanfälligkeit ist somit geringer als bei anderen Fassadensystemen. Zudem können besondere Anforderungen etwa an den Brand-, Schall- oder Blitzschutzproblemlos und gestalterisch ansprechend umgesetzt werden.
Der FVHF bemüht sich in diesem Zusammenhang insbesondereum eine einheitliche Ordnung des Zulassungswesens für den Bau von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden, die Normung dieser Konstruktionsart und der dafür notwendigen Produkte. Dazu kommt die Beteiligung an der Erstellung und Einführung nationaler und internationaler Vorschriften sowie die Erarbeitung von Empfehlungen und Regelwerken. Die technischen Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der vorgehängten hinterlüfteten Fassade waren bisher erfolgreich und werden in Zukunft zu einer weiteren Verbreitung dieses Fassadensystems beitragen. Der Fachverband hat sich damit als anerkannter Partner der wichtigen Gremien der Baupolitik, der Bauwirtschaft und der Architektenschaft positioniert.
Wirtschaftliche Vorzüge
Gerade in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Themen wie Bau- und Ausführungsqualität, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auch für die Planung und Erstellung von Fassaden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Förderung des wirtschaftlichen Fortschritts im Fassadenbau gehört damit ebenfalls zu den Anliegen des FVHF. Mit dem System der vorgehängten hinterlüfteten Fassade haben der Fachverband und seine Mitglieder wesentliche Beiträge dazu geleistet, dass die hohen Ansprüche, die an zukunftsweisende Bauarten gestellt werden, in der Praxis erfüllt werden können.
Trotz der zunächst höheren Erstinvestitionen erweisen sich vorgehängte hinterlüftete Fassaden aufgrund der hohen Lebensdauer und des geringen Wartungs- bzw. Instandhaltungsaufwands in ökonomischer Hinsicht als günstig. Die Langlebigkeit resultiert im Wesentlichen aus den energetischen Möglichkeiten und bauphysikalischen Vorteilen des Systems. Auch eine Betrachtung der ökologischen und sozio-kulturellen Faktoren bringt für Gebäude mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden positive Bilanzen. Hierzu zählen beispielswiese die im Vergleich zu anderen Fassadensystemen einfache Rückführung der einzelnen Komponenten in den Wertstoffkreislauf oder auch die repräsentative Gestaltung eines Objekts und die Behaglichkeit im Gebäudeinneren. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Sozio-Kulturelles – werden bei diesem Fassadensystem in besonderer Weise in Einklang gebracht.
Ansprechpartner
Anja Geisler
Geschäftsstelle
Kurfürstenstr. 129
10785 Berlin
Telefon: 0049 30 21286-237
Telefax: 0049 30 21286-241
info@fvhf.de

Streckmetallfassade, Institutsgebäude und Versuchshalle, TU Darmstadt, Foto: Dietmar Träupmann, Augustusburg

Faserzementtafeln, Büro- und Servicezentrum, Dresden, Foto: Bernadette Grimmenstein, Hamburg

Sichtbeton und Holzfassadentafeln, Wiederaufbau Mesnerhaus, München, Foto: Michael Heinrich, München

Solarfassade, Zentrale Polizeitechnische Dienste, Duisburg, Foto: Frank Springer, Bielefeld
