Aktuelles
Bauwerksabdichtung heute
Das Spezialgebiet Bauwerksabdichtung ...
war natürlich bei den Fernsehbildern vom Jahrhundert-Hochwasser im Jahre 2002 und den verheerenden Hochwasserschäden in Höhe von mehreren Milliarden Euro in aller Munde - und geriet bei den meisten Menschen dann schnell wieder in Vergessenheit.
Von der Öffentlichkeit nachhaltig registriert werden aber leider fast ausschließlich Bilder wie die der seinerzeit gezeigten Aufnahmen verwüsteter Erd- und Untergeschosse. Bekannt wurden damit enorme Wasserschäden, die manches Gebäude auch nur deshalb betrafen, weil keine Bauwerksabdichtung vorhanden bzw. diese unzureichend oder mangelhaft ausgeführt war. Dabei wurde für Baufachleute auch des öfteren offenbar, dass manche Produkte - wegen zumeist unsachgemäßer Anwendung - nicht immer das hielten, was man mit deren Verkauf versprochen hatte.
Doch große Wassermassen - und damit verbunden hoher Wasserdruck - sind nur eine Erscheinungsform des Naturelementes Wasser und so blieben und bleiben die enormen Schäden, die im Bundesgebiet durch lang anhaltenden Regenfälle allgemein verursacht wurden und werden, weitgehend unbekannt.
In den letzten Jahren ist eine Zunahme gerade auch dieser Naturerscheinungen zu beobachten und hinzu kommt eine weitere, nicht unbedeutende Schadensquelle: nahezu allerorts steigen die Grundwasserstände - ganz extrem natürlich im Umkreis aufgelassener Gruben und Tagebaugebiete.
Viel zu selten wird - leider auch von den Bauplanern - ernsthaft über vorgenannte Tatsachen und vor allem über eine mit dem Wasser verbundene Gefahr nachgedacht, die in einer "bösartigen", physikalischen Eigenschaft des Wasser seine Ursache findet: "Wasser hat einen spitzen Kopf". Das heißt, Wasser kann sehr leicht Baustoffe unterwandern und dringt natürlich in jede Fehlstelle ein.
Der nachlässige "Umgang mit dem Element Wasser" verwundert nicht allein den Fachmann dem gemäß immer wieder, denn die "Kunst des Dichtens" ist ein sehr alter Leistungsbereich.
Uraltes Wissen und Traditionen modern umgesetzt ...
lautet eine Devise unserer Bauwerksabdichter. Die Erfolgsstory der Bauwerksabdichtungen mit ihrem wichtigsten und bewährtesten Baustoff, dem Bitumen, reicht wenigstens 4.500 Jahre zurück, beispielsweise zum Bad von Mohendscho-Daro in Pakistan.
Schon damals übernahmen Spezialisten die schwierige Aufgabe, eine absolut dichte Schutzschicht - vor Wasser(verlusten) - aufzubringen.
Das heutige Leistungsangebot der Spezialunternehmen in der BFA BWA reicht von bitumenhaltigen Bauwerksabdichtungen mit Bahnen über Folienabdichtungen bis hin zu Spachtelungen und Beschichtungen, von Abdichtungen gegen Regen-, Oberflächen- und Sickerwasser sowie Bodenfeuchtigkeit bis zu hohem Wasserdruck standhaltenden Abdichtungen im Grundwasser und z. B. im Uferbereich - und dem entsprechend von der Gründungssohle eines Bauwerks bis zum Dach.
Unsere BWA-Richtlinien für Bauwerksabdichtungen® ...
entstehen sukzessive und vor allem "aus der Not heraus", denn seit Jahren fehlen Fachbücher zur Bauwerksabdichtung, die leicht verständlich das Normenwerk im Bereich Bauwerksabdichtungen, insbesondere die DIN 18195, interpretieren und ergänzen.
Die BFA BWA hat sich daher die Aufgabe gestellt, "Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Bauwerksabdichtungen" für alle Teilbereiche der umfangreichen Leistungspalette der Bauwerksabdichter zu verfassen. Geplant sind - vorläufig - insgesamt sieben Schriften.
Der Band 1, die "Technischen Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauwerksflächen oberhalb des Grundwasserspiegels", erschien zum Jahreswechsel 2003/2004.
Als nächste Publikation dieser Reihe konnte der Band 2, "Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser" leider erst 2006 folgen.
Seit 2010 liegt nun der Band 3 "Abdichtungen von Parkdecks, Hofkellerdecken und ähnlichen Konstruktionen" vor.
Weiter Bände sind in Vorbereitung.
Die BWA-Richtlinien für Bauwerksabdichtungen® dienen der Unterstützung der Planer und Ausführenden hinsichtlich der sach- und fachgerechten Ausbildung von Bauwerksabdichtungen für die unterschiedlichsten Lastfälle und die verschiedensten Bauteile.
Die LEHRBRIEFE BAUWERKSABDICHTUNG sind ...
2004 in ihrer neuesten - und immer noch aktuellen - Auflage erschienen. Geschrieben von Mitgliedern unserer BFA BWA sind sie nicht allein für die Auszubildenden und Ausbilder gedacht sondern sie dienen ebenso zur sachdienlichen Information der Fachöffentlichkeit, vor allem der Bauherren, Planer und Sachverständigen, über die fachgerechte und qualitätsvolle Ausführung von Bauwerksabdichtungen.
Die Überarbeitung des früheren Lehrberufes "Klebeabdichter" zum Bauwerksabdichter (1997 abgeschlossen) und vor allem die Neufassungen der DIN 18195 und der DIN 18531 bedingten die Erweiterung der Lehrbriefe, die in ihrer Ausgabe 1995 in etwa 4.000 Exemplaren abgerufen wurden.
Die LEHRBRIEFE BAUWERKSABDICHTUNG sollen vor allem auch für die qualifizierte Bauwerksabdichtung mit gütegesicherten Produkten werben.
Aus diesem Grunde fördert auch die GPB - Gemeinschaft für Qualitätsüberwachung von Polymerbitumen- und Bitumenbahnen e.V. - die Lehrbriefe Bauwerksabdichtung. Diese Förderung ist verbunden mit den Gedanken und Zielen des Güteschutzes, denn neben einem guten handwerklichen Können ist die Verwendung von qualitäts- und gütegesicherten Baustoffen ein weiterer Garant für fachgerechte Bauausführungen.
Kontakt
Dipl.-Ing. Architekt Joachim Simon
Geschäftsführer der BFA
Sekretariat:
Cornelia Reins
Telefon: 0049 30 21286-262
Telefax: 0049 30 21286-297
joachim.simon@bauindustrie.de
