Berufsbild

Der Straßenbau ist ein moderner Beruf mit einer Jahrtausende langen Tradition. Die Römer haben ihr gerühmtes strategisches Wegenetz schon durch Unterbau und Straßenbelag befestigt und damit haltbarer gemacht. Viele unserer heutigen Überlandstraßen folgen noch den Trassen dieser alten Römerstraßen.

Der Straßenbauer erstellt Verkehrsflächen. Dabei handelt es sich um ein breites Spektrum von Arbeiten mit sehr unterschiedlichen Anforderungen. Die typischen Straßenbauarbeiten werden heute mit intensivem Einsatz von Geräten und Maschinen erledigt. Das Einmessen der Trasse geschieht mit hochmodernen Vermessungsgeräten, mit Lasertechnik, zum Teil satellitengesteuert. Bei Erdbewegungsarbeiten, für Geländeeinschnitte und –aufschüttungen, für das Ausheben von Leitungsgräben, das anlegen von Böschungen usw. werden leistungsstarke Großgeräte und Spezialfahrzeuge eingesetzt.

Das Planum der Trasse, als Untergrund für den Baukörper, wird mittels Spezialgeräten angelegt, z.B. Scrapern und Gradern, die zum Teil elektronisch gesteuert und von spezialisierten Straßenbauern bedient werden. Der Straßenkörper selbst ist ein komplexes Bauwerk aus verschiedenen Schichten.

Der Straßenbauer benötigt breite fachtheoretische Kenntnisse, z.B. über verschiedene Bodenarten (Bodenklassen), Einbaustoffe für die Tragschichten und über verschiedene Materialien für die Fahrbahndecken usw. 

 

Ausbildung

Im Januar 2011 startete die Bundesfachabteilung Straßenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. gemeinsam mit anderen Trägervereinen eine Initiative Ausbildung zum Fachmann für den Betonstraßenbau. Bauleiter und Poliere werden an Ausbildungszentren der Bauindustrie und des Baugewerbes in zweiwöchigen Lehrgängen sowohl theoretisch als auch praktisch betontechnologisch ausgebildet. Die Teilnehmer erhalten nach bestandener Prüfung eine Urkunde, den so genannten B-StB Schein (Beton-Straßenbau Schein).

Interessenten können sich beim Betonzentrum Dresden und bei der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangen bewerben.

 

 

Weiterbildung

Das Weiterbildende Studium Asphalttechnik, welches von den Trägerverbänden Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (BFA Straßenbau), dem Deutschen Asphaltverband und dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes 2005 auf den Weg gebracht wurde, hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Nach jeweils zwei Staffeln an den TU Braunschweig, TU Dresden und der Ruhr-Universität Bochum beginnt die 8. Staffel im Februar 2012 an der TU Darmstadt.

Damit werden zum Ende der 7. Staffel rund 170 Teilnehmer dieses Weiterbildende Studium Asphalttechnik erfolgreich absolviert haben. Das Studium richtet sich an Ingenieure in Bauverwaltungen, Prüflaboren, Bauunternehmen sowie Ingenieurbüros, die ein vertieftes Wissen in der Asphalttechnologie erwerben wollen.

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Stefanie  Führling Dipl.-Ing. Stefanie Führling
Geschäftsführerin der BFA

Sekretariat:
Cornelia Reins
Telefon: 0049 30 21286-262
Telefax: 0049 30 21286-297

stefanie.fuehrling@bauindustrie.de

Urkunden zum B-StB Schein verliehen

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Sie sind jetzt anerkannter "Fachmann für den Betonstraßenbau": Die ersten 42 Teilnehmer haben erfolgreich diese brandneue Ausbildung absolviert. Vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. erhielten sie am Wochenende in Berlin ihre Urkunden.

In drei Lehrgängen zwischen März 2010 und März 2011 hatten die Teilnehmer ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse zum Baustoff Beton vertieft. Vor allem ging es um die Besonderheiten im Umgang mit Beton bei Planung, Konstruktion, Ausführung und Erhaltung für Stadt- und Land-
straßen sowie für besondere Verkehrsflächen.

Die neue Fortbildung wird gemeinsam von acht großen Trägervereinen der Baubranche getragen. Mit dem Zertifikat soll die Qualität im Beton-
straßenbau systematisch gesichert und erhöht werden. Denn wegen immer knapper werdender Ressourcen wird die Betonbauweise im Straßenbau absehbar an Bedeutung gewinnen.

Das Angebot richtet sich an Bauleiter, Poliere, technisches Personal, Mitarbeiter von Planungs- und Ingenieurbüros sowie an die Straßenbau-
verwaltung. Die Fortbildung findet wahlweise am BetonZentrum Dresden sowie an der Bayerischen BauAkademie Feuchtwangen statt, zwei anerkannten und renommierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen.

Der zweiwöchige zertifizierte Lehrgang umfasst neben dem theoretischen Unterrischt auch eine praktische Unterweisung zum Prüfen des Betons. nach erfolgreicher schriftlicher Prüfung erhalten die Absolventen den Beton-Straßenbau Schein ("B-StB Schein").

Die nächste Staffel der Ausbildungslehrgänge findet vom 11. bis 23. Februar 2013 am Betonzentrum Dresden und vom 4. bis 16. März 2013 an der Bayerischen BauAkademie Feuchtwangen statt.

 

Die Einzelbilder zur Urkundenübergabe sind auf Wunsch über uns erhältich.
Bitte melden Sie sich unter verkehrswegebau@bauindustrie.de. Wir werden Ihnen Ihr persönliches Bild der Urkundenübergabe zukommen lassen.

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