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Radonsicheres Bauen

Umsetzung der EU-Radonschutz-Richtlinie in nationales Recht: Politische Rahmenbedingungen richtig setzen - Energetische Sanierung und Radonschutz in Einklang bringen

Die Richtlinie 2013/59/EURATOM des Rates vom 05.12.2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen muss innerhalb der nächsten vier Jahre in nationales Recht umgesetzt werden. Somit wird erstmalig im nationalen Strahlenschutzrecht der Schutz der Gebäudenutzer vor Radon in Gebäuden verankert werden - Radonkonzentrationen in bestehenden Gebäuden sollen vermindert und neue Gebäude so errichtet werden, dass ein Radonzutritt mit baulichen Maßnahmen verhindert wird.

Die gesamte Wertschöpfungskette Bau ist von der EURATOM-Richtlinie vielfältig betroffen. Wirtschaft, Wissenschaft und Investoren müssen daher in die Diskussionen zur Umsetzung der Radonrichtlinie in nationales Recht aktiv einbezogen werden. Von sehr großer Bedeutung wird die Vereinbarkeit von korrektiven Maßnahmen im Radonschutz und energetischer Sanierung sein. Ein kohärentes, vorausschauendes und abgestimmtes Vorgehen muss sichergestellt sein, damit nicht nach dem 06.02.2018, wenn die Umsetzung in nationales Recht erfolgt sein muss, erneute Sanierungsmaßnahmen erforderlich werden.