Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

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Ausbildung in der Bauwirtschaft

Deutlich mehr Renten- als Neuzugänge

Die Bauwirtschaft hatte im Zuge der Baurezession an Attraktivität für Auszubildende verloren, deren Zahl lag Ende 2016 bei 36.260 und damit um 64 % unter dem Niveau von 1995. Auch der unerwartete Anstieg der Zahl der Lehrlinge im 1. Ausbildungsjahr um 2 % auf 12.030 Ende 2016 konnte den negativen Trend nur leicht stoppen. Dass die Zahl der Lehrlinge trotz des demografischen Wandels zulegt hat, führen Fachleute auf das „Berufsstart Bau“-Programm zurück, in dem junge Leute gezielt auf die Ausbildung vorbereitet werden. Die 10.785 gewerblichen Neuzugänge können die schätzungsweise 13.500 Arbeiter, die 2016 in den Ruhestand gegangen sind, aber nicht ersetzen.

 

Mittlerweile liegt das Verhältnis von Auszubildenden zu Facharbeitern nur noch bei 8,7, 1997 lag die Lehrlingsquote noch bei 14. Diese fällt innerhalb der Betriebsgrößenklassen unterschiedlich aus: Lediglich die Betriebe mit 100 und mehr Beschäftigten weisen einen überdurchschnittlichen Wert auf.