Dipl.-Oec. Heinrich Weitz

heinrich.weitz@bauindustrie.de

Auslandsgeschäft deutscher Baufirmen

Außereuropäische Märkte dominieren

Im neuen Jahrtausend wurde der Auftragseingang der Bauindustrie aus dem Ausland bis 2012 deutlich auf 32,8 Mrd. Euro gesteigert. Danach sorgte vor allem die schwache Entwicklung in Australien für einen Rückgang auf 23,6 Mrd. Euro im Jahr 2014, bis 2016 war aber wieder ein Wachstum von 15 % zu verzeichnen. Veränderungen sind auch auf An- und Verkäufe ausländischer Baufirmen zurückzuführen, deren internationales Geschäft der deutschen Mutterfirma zugerechnet wird.

Die internationale Bauleistung folgt der Entwicklung des Auftragseingangs mit einer Verzögerung von etwa einem Jahr. Sie legte bis 2012 deutlich um 160 % auf 32 Mrd. Euro zu, ging dann aber bis 2016 ebenfalls wegen der schwächeren Entwicklung in Australien auf 25 Mrd. Euro zurück. Gewandelt haben sich die Zielmärkte. 2016 entfielen nahezu 90 % des Auftragseingangs auf Amerika, Asien und Australien. Der in der ersten Hälfte der neunziger Jahre noch dominierende europäische Markt kam dagegen nur noch auf einen Anteil von 10 %.