Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Entwicklung der Bauinvestitionen

Über Wiedervereinigungsniveau

Zum Ende der 10-jährigen Baurezession im Jahr 2005 wurde in Deutschland preisbereinigt ein Viertel weniger in Bauten investiert als zum Höchststand Mitte der 90er Jahre. Auch die seitdem gestiegene Nachfrage nach „Betongold“ mit Einsetzen der Finanzmarktkrise und dem seitdem dauerhaft niedrigen Zinsniveau sowie die anhaltend hohe Wohnraumnachfrage aufgrund der zunehmenden (Zu-)Wanderung insbesondere in die Städte hat die Situation nur geringfügig geändert: 2016 lagen die Bauinvestitionen preisbereinigt zwar um knapp 5 % über dem Niveau von 1991, aber immer noch um 13 % niedriger als 1994. Das BIP legte hingegen im Trend deutlich zu und übertraf 2016 den Wert von 1991 real um fast 40 %. Entsprechend entwickelten sich die Pro-Kopf-Investitionen: 2016 wurden je Einwohner 3.240 Euro in Bauten investiert, nur minimal mehr als 1991, dem ersten Jahr nach der Wiedervereinigung.