Dipl.-Oec. Heinrich Weitz

heinrich.weitz@bauindustrie.de

Europäische Baukonjunktur

Deutschland als Stabilitätsanker

Von 2000 bis 2007 legten die realen Bauinvestitionen in der EU-28 um nahezu 20 % auf 1.590 Mrd. Euro zu. Bis 2013 war dann durch das Platzen der Immobilienblase in einigen Mitgliedsländern und die europäische Schulden- und Wirtschaftskrise allerdings ein Rückgang von gut 20 % zu verzeichnen. Seitdem gab es ein leichtes Wachstum von 5,3 % bis 2016.

Der Rückgang war in den wirtschaftlichen Krisenländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien mit 44 % besonders ausgeprägt. Allein auf diese fünf Länder entfiel ein Anteil von zwei Dritteln am Rückgang der europäischen Bautätigkeit. Zudem gab es seit 2014 lediglich eine Stagnation der Bautätigkeit. Deutschland übt seit 2008 einen stabilisierenden Einfluss aus. Die Bauinvestitionen im größten europäischen Baumarkt legten um insgesamt 12 % zu. In den MOE-Staaten sowie den restlichen EU-Mitgliedsländern war eine ähnlich zyklische Entwicklung zu beobachten wie in der gesamten EU.