Dipl.-Oec. Heinrich Weitz

heinrich.weitz@bauindustrie.de

Genehmigungen im Wohnungsbau

Trendwende ab 2009

2016 wurden in Deutschland 375.589 Wohnungen zum Bau genehmigt. Der Schwerpunkt lag mit 84 % in neuen Wohngebäuden. 14 % entfielen auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, 2 % auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden. Im langfristigen Vergleich sind die Genehmigungszahlen im Eigenheimbau konstanter als im Geschosswohnungsbau. Die Zahl der genehmigten Miet- und Eigentumswohnungen erreichte 2016 – trotz des Wachstums seit 2009 – nur die Hälfte des Niveaus von 1994.

2016 wurden mehr als doppelt so viele Wohnungen zum Bau genehmigt als zum Tiefpunkt der Entwicklung im Jahr 2008. Besonders deutlich war das Wachstum bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, wo sich die Genehmigungszahlen mehr als verdreifachten. Historisch niedrige Hypothekenzinsen, ein stabiler Arbeitsmarkt, wachsende verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, der Zuzug nach Deutschland und hier die Wanderung in die Ballungsgebiete, steigende Mieten und das Interesse der Investoren an wertbeständigen Anlagen waren Treiber der Entwicklung.