Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

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Öffentliche Bautätigkeit

Gewinnt wieder leicht an Bedeutung

Die Investitionen des Staates in Bauten betrugen 2016 nominal 36 Mrd. Euro, 4,6 % mehr als im Vorjahr. Damit hat die Öffentliche Hand aber noch nicht einmal soviel investiert wie zu Beginn der neunziger Jahre; preisbereinigt lag das Niveau sogar um 30 % niedriger.

2016 haben sämtliche Gebietskörperschaften ihre Bauausgaben erhöht, den stärksten Anstieg verzeichnete aber der Bund mit einem Plus von 9,5 % auf 7,7 Mrd. Euro. Dies dürfte auf die Erhöhung der Mittel für die Bundesfernstraßen von 5,3 Mrd. Euro 2015 auf 6,2 Mrd. Euro 2016 zurückzuführen sein. Obwohl er damit seinen höchsten gesamtdeutschen Wert erreicht hat, machten die Bauausgaben nur 2,1 % seiner Gesamtausgaben aus. Zwar lag der Anteil bei den Gemeinden mit 7,9 % höher, die zwischenzeitliche Schrumpfung der Bauausgaben von 1992 bis 2005 hat den Anteil aber mehr als halbiert. 2016 entfielen nur noch 54 % der gesamten Bauausgaben der Gebietskörperschaften auf die Gemeinden (1992: 70 %).