Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

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Subunternehmertätigkeit im Bauhauptgewerbe

Im Hochbau besonders ausgeprägt

Mit zunehmender Größe erbringen die Bauunternehmen einen immer geringeren Teil der Bauproduktion selbst; sie treten dagegen verstärkt als Generalunternehmer auf, die einen großen Teil der Bauleistung als Nachunternehmerleistung weitervergeben. So ist der Anteil der Subunternehmerleistung am Bruttoproduktionswert bei Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten von 1991 bis 2007 von 30 % auf 50 % gestiegen.

Mit Anziehen der Baukonjunktur 2008 wurde es aber zunehmend schwieriger, auf inländische Subunternehmer zurückzugreifen, der Anteil sank bis 2010 auf 36 %. Gleichzeitig stieg der Personalkostenanteil von 20 % auf 23 %. Die Bauunternehmen haben wieder vermehrt Bauleistungen selber erbracht. Der zunehmende Einsatz von ausländischen Subunternehmern ließ den Nachunternehmeranteil bis 2014 aber wieder leicht steigen (38 %). Der Anteil der Nachunternehmerleistung fällt – je nach Grad der Spezialisierung und Branchenstruktur – in den Wirtschaftszweigen unterschiedlich hoch aus: Die Neigung zur Vergabe war 2014 im Hochbau mit 40 % am stärksten ausgeprägt.