Dipl.-Oec. Heinrich Weitz

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Wohnungsbau in Ballungsgebieten

Zuwanderung als treibende Kraft

Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2008 ist die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen bis 2016 um 230 % gestiegen. Besonders ausgeprägt war diese Entwicklung in den sieben größten Städten. Je 1.000 Einwohner wurden im gleichen Zeitraum 2,9 Wohnungen pro Jahr genehmigt, im restlichen Bundesgebiet waren es nur 1,2 Wohnungen. Vor allem Frankfurt /Main und München wiesen mit 4,6 bzw. 4,3 Wohnungen eine hohe Genehmigungsintensität auf.

Die Investoren reagierten damit vor allem auf die Zuwanderung. Von 2008 bis 2015 lag die Nettozuwanderung in die sieben Städte bei durchschnittlich 7,0 % in Relation zur Bevölkerungszahl. Im restlichen Bundesgebiet waren es 3,1 %. Die attraktiven Großstädte profitierten auch von der starken Binnenwanderung innerhalb Deutschlands. Zudem war in diesen bereits vor 2008 die Leerstandsquote und damit das freie Wohnungsangebot niedriger als im übrigen Bundesgebiet.