Neues Verfahren sichert Bestand

Neues Verfahren sichert Bestand

Modulares Brückenbaukonzept

Karlsruhe / Maxau, Deutschland. Innovativ – modern – familiär. Das sind die Schlagworte, mit denen das familiengeführte Bauunternehmen LEONHARD WEISS am Markt auftritt. Diese Innovationskraft stellten die Spezialisten in der Bauwerks-Instandsetzung an der Rheinbrücke eindrucksvoll unter Beweis. Mit einem speziellen Bauverfahren konnte die seit Jahren überlastete Brücke dauerhaft für künftige Anforderungen aufgerüstet werden.

Die Rheinbrücke Karlsruhe-Maxau, eine 1966 erbaute Schrägseilbrücke aus Stahl, ist eine hochfrequentierte Verbindungsachse zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Da die Verkehrsentwicklung stetig zugenommen hat, trat ein spürbar ansteigendes Schwingungsverhalten der Brücke auf, welches zu Ermüdungsschäden führte. Durch das Aufbringen eines neuen Fahrbahnbelags aus faserverstärktem hochfestem Beton konnte eine innovative Ertüchtigungsmaßnahme erfolgreich umgesetzt werden. Die Verstärkung der Deckblechoberseite führte somit zur Erhöhung der Steifi gkeit bei gleichbleibendem Eigengewicht des Brückenüberbaus. Die ARGE LEONHARD WEISS / Strukton setzte zusammen mit dem Lieferanten Contec bei diesem Projekt eine zukunftstaugliche Lösung um, mit der die Lebensdauer von orthotropen Stahlbrücken verlängert werden kann. Diese nachhaltige Bauweise erspart Baulastträgern einen immensen sowie zeitraubenden Planungs- und Kostenaufwand; auch Verkehrsstaus durch Sperrungen werden weitgehend vermieden. Genau diese Vorteile konnten bei der Rheinbrücke voll ausgeschöpft werden, das Bauwerk wurde erhalten, ein zeit- und kostenaufwändiger Neubau war nicht notwendig.

Nach der erfolgreichen Herstellung einer Probeplatte und die damit verbundene Freigabe durch den Bauherrn und dem KIT Karlsruhe wurde die innovative Instandsetzungsmaßnahme zum ersten Mal auf einer großen Strombrücke in Deutschland mit der speziell abgestimmten Rezeptur erfolgreich durchgeführt. Unter Einhaltung der Bauzeit konnte die ARGE gemeinsam mit dem Bau herr ein neues, innovatives Sanierungs konzept entwickeln, welches in diesem Jahr zum zweiten Mal innerhalb Deutschlands auf der BAB 9 bei Leipzig zur Ausführung kommen wird.

500 m³

hochfester Beton

  • Bauzeit: 2 Abschnitte mit je nur 150 Kalendertagen
  • 500 m³ hochfester faserverstärkter Beton
  • 160 t Stahl zur Ertüchtigung des Stahltragwerks
  • Bauherr: Regierungspräsidium Karlsruhe
  • Planungsbüro: Ingenieurgruppe Bauen Karlsruhe