BIM im Verkehrswegebau

IFC weiterentwickeln

Für die durchgängige Nutzung eines Modells benötigt die BAUINDUSTRIE eine Schnittstelle, die es ermöglicht Modelle nicht nur in ihrer Semantik fortzuschreiben, sondern auch in der Geometrie (bsp. Bauabschnitte). Zur Erreichung dieses Zieles muss zukünftig eine hersteller- und kostenneutrale Schnittstelle verfügbar sein. Den aus Sicht der BAUINDUSTRIE dazu am geeignetsten erscheinenden Weg bietet hierzu das durch buildingSMART entwickelte IFC Format. Aktuell ist damit problemlos der Austausch von geometrischen und semantischen Informationen möglich. Mehrfache Selektionen und damit verbundene Veränderungen bzw. Ergänzungen von semantischen Informationen sind in vielfältigen Programmen möglich. Im Gegensatz dazu bietet sich nur in wenigen Programmen die Möglichkeit geometrische Informationen einzelner Körper zu ändern. Die Logik hinter der Erzeugung von Volumenkörpern in den Autorensystemen, d.h. eine durchgreifende Modelländerung (z.B. Änderung der Fahrbahnbreite oder Querneigung, etc.), kann hier nicht fortgesetzt werden. Es können, wie bereits erwähnt, nur punktuelle Änderungen vorgenommen werden. Durch diesen Bruch in der Modellierung entstehen neue mögliche Fehlerquellen. Umfassende Änderungen müssen aktuell zwangsweise in den Autorensystemen durch den originären Ersteller durchgeführt werden. Bei Bauvorhaben in denen Planung und Ausführung getrennt erfolgen, bedeutet dies, dass die ausführenden Unternehmen das Modell neu erstellen müssen. Dies ist unwirtschaftlich und stellt eine Fehlerquelle dar. Alternativ ist die Einbindung des Modellierers (Planers) in den gesamten Bauprozess notwendig. Um dies zu vermeiden bzw. die Effektivität zu erhöhen, sollte die weitere Entwicklung eines solchen herstellerneutralen Austauschformates gefördert werden. Dadurch können die Modelle mit wenig Aufwand, in verschiedenen Autorensystemen, entsprechend des Open BIM Gedankens gepflegt werden.