Bauhauptgewerbe im Februar 2016

Montag, 25.04.2016

Presseinfo 8/16
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Bauhauptgewerbe im Februar 2016:
Der gute Jahresstart setzt sich weiter fort - zweistellige Zuwachsraten bei Auf­tragseingängen und Umsätzen.

In der deutschen Bauwirtschaft setzt sich der schwungvolle Jahresstart weiter fort: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Februar um nominal 17,5 % über dem Vorjahresmonat und erreichte damit den höchsten Februarwert seit fast 20 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat sind die Auf­träge nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes allerdings um 1,5 % zurückgegangen (arbeitstäglich-, saison- und preisbereinigt). In den ersten zwei Monaten lagen die Ordereingänge um 14,6 % über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Mittlerweile schlägt sich die gestiegene Nachfrage auch - dank der milden Tempe­raturen - in den Büchern nieder: Die Bauunternehmen mit 20 und mehr Beschäftig­ten meldeten für Februar ein Umsatzplus von nominal 12,1 %, damit ergibt sich für die ersten zwei Monate ein Plus von 5,9 %. Der Hauptverband erwartet, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzt: Dank der seit Monaten steigenden Auftragseingänge liegt die Reichweite der Bestände im Branchendurch­schnitt aktuell bei 3,2 Monaten, vor einem Jahr haben die Bauunternehmen im Rah­men des ifo Konjunkturtests lediglich 2,7 Monate gemeldet. Dass die Unternehmen damit an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen könnten, sieht der Hauptverband nicht. Auf­grund der gestiegenen Nachfrage investiert die Branche seit Jahren in neue Anla­gen und baut ihren Personalbestand auf. Auch für 2016 sind die Investitions- und Beschäftigungspläne der Bauunternehmen positiv.

Alle Bausparten haben im Februar zugelegt - das stärkste Orderplus wurde im Öffentlichen Bau ausgewiesen: Dieser stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 27,9 % (Jan.-Feb.: + 22,9 %), dabei war der stärkste Treiber der Sonstige Tiefbau mit einem Plus von 51,0 % (Jan.-Feb.: + 15,0 %). Aber auch der Straßen­bau legte zu (Feb.: + 21,7 %, Jan.-Feb.: + 31,9 %). Der Hauptverband führt dies auf die zusätzlichen Bundesmittel für die Straße für den Zeitraum von 2016 bis 2018 in Höhe von 2 Mrd. Euro zurück. In den Büchern hat sich die Entwicklung schon nie­dergeschlagen, der Umsatz stieg im Öffentlichen Bau um 9,1 % (Jan.-Feb.: + 3,9 %), im Straßenbau sogar um 20,6 % (Jan.-Feb.: + 7,2 %).

Die deutlichsten Umsatzzuwächse werden aber weiterhin im Wohnungsbau erzielt - die Baubetriebe meldeten im Februar ein Umsatzplus von 21,6 % (Jan.-Feb.: + 12,8 %). Auch die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen: Die Auftragsein­gänge zogen im Februar um 17,3 % an (Jan.-Feb.: + 18,0 %). Die Bausparte profi­tiert nach wie vor von den niedrigen Zinsen, der guten Arbeitsmarktlage und den Wanderungsbewegungen. Entsprechend wurde im vergangenen Jahr der (Neu- und Um-)Bau von über 300.000 Wohnungen genehmigt, so viele wie seit der Jahrtau­sendwende nicht mehr.

Positive Signale kamen auch aus dem Wirtschaftsbau: Die Nachfrage stieg im Feb­ruar um 8,4 % und der Umsatz lag um 9,3 % über dem Niveau des Vorjahreswertes (Jan.-Feb.: + 6,4 % bzw. + 3,6 %). Besonders stark gestiegen ist die Nachfrage im Wirtschaftshochbau (+ 11,9 %, Jan.-Feb.: + 7,8 %), auch der Umsatz legte zu (+ 8,6 % bzw. + 0,9 %). Demgegenüber fiel das Orderplus im Wirtschaftstiefbau trotz zusätzlicher Bundesmittel für die Bahn mit 3,0 % unterdurchschnittlich aus (Jan.-Feb.: + 4,3 %). Dagegen schlugen sich die im vergangenen Jahr bereitgestell­ten zusätzlichen Bahnmittel schon im Umsatz nieder: Dieser stieg im Februar um 10,6 % (Jan.-Feb.: + 9,1 %).

 

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes. 

 

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