Bauindustrie im Ausland weiter erfolgreich

Donnerstag, 08.06.2017

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Auftragseingang steigt 2016 um 10 % - 2017 weiteres Wachstum erwartet - Konzentration auf Industrieländer

 

„Die deutsche Bauindustrie hat sich 2016 in einem schwierigen weltwirtschaft­lichen Umfeld behauptet und den Auftragseingang aus dem Ausland um 10 % auf 27,2 Mrd. Euro gesteigert. Für das laufende Jahr sind wir zuversichtlich, diesen Wert nochmals zu übertreffen.“ Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin Dip.-Ing. Hans-Joachim Bliss, Vorsitzender des Auslandsbau-Aus­schusses im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, die Vorlage der Auslandsbaustatistik für das Vorjahr.

Die Erfolge führt Bliss vor allem auf zwei Faktoren zurück: „Zum einen sind die deutschen Auslandsbaufirmen und ihre ausländischen Tochter- und Beteili­gungsgesellschaften bei komplexen Infrastrukturvorhaben im Verkehrsbereich, im Spezialtiefbau, im gewerblichen Hochbau sowie zunehmend auch im Zukunftsmarkt des nachhaltigen und umweltfreundlichen Bauens gut aufge­stellt. Zum anderen macht sich die klare Fokussierung der internationalen Aktivi­täten auf die Industrieländer bezahlt“. Die Aktivitäten deutscher Baufirmen im Ausland erstreckten sich vom Umbau einer Kupfermine über Gründungs­arbeiten für Offshore Windfarmen, das Design, den Bau und den Betrieb von Autobahnstrecken über die Trinkwasserversorgung von Großstädten bis hin zu „klassischen“ Aufgaben, wie dem schlüssel­fertigen Bau eines Hotelkomplexes mit einem Wohnturm und einem Konferenz­zentrum sowie innerstädtischen S-Bahn-Netzen.

„Vor allem bei technisch anspruchsvollen Bauprojekten in der Verkehrs­infrastruktur sowie im Spezialtiefbau sind deutsche Firmen weltweit als Partner gefragt.“, erläutert Bliss. Zwar sei das Auslandsgeschäft in erster Linie eine Domäne der großen Baufirmen mit einem teilweise weltweiten Netzwerk an Beteiligungen, darüber hinaus gebe es aber auch spezialisierte mittelständische Bauunternehmen, die ihre Leistungen in mehr als 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten erbrächten. Die deutsche Bauindustrie decke nicht nur den reinen Bauteil ab, sondern biete im Rahmen von Public-Private-Partnership-Modellen auch Gesamtlösungen an. So seien deutsche Baufirmen unter anderem an Mautstraßen, an Brücken- und Tunnelverbindungen, an Bahnstrecken oder an Projekten der sozialen Infra­struktur beteiligt.

Die Bauleistung im Ausland sei zwar 2016 leicht auf 24,8 Mrd. Euro zurück­gegangen, vor dem Hintergrund des deutlich gestiegenen Auftragseingangs erwartet Bliss aber für das laufende Jahr bei der Bauleistung ein Wachstum von rund 10 %, auch das Auftragsvolumen dürfte weiter steigen.

 

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