BAUINDUSTRIE zu den Baugenehmigungen in den ersten acht Monaten 2019

Montag, 21.10.2019
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Enttäuschende Bilanz – Wohnungsbaugenehmigungen um 2,5 % zurückgegangen. 
 
„Wir sind von der Bilanz der ersten acht Monate dieses Jahres ziemlich enttäuscht. Insbesondere der Rückgang im Mehrfamilienhausbau sollte - mit Blick auf die anhaltende Wohnungsknappheit in unseren Großstädten - für die Politik ein Warnruf sein. Die anhaltende Diskussion über Enteignung und Mietendeckel könnte dazu führen, dass sich der Rückgang der Genehmigungen auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Denn damit kurbelt man den Wohnungsbau nicht an. Hiermit erreicht man nur, dass sich Investoren zurückziehen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach sei in den ersten acht Monaten der Bau von 116.000 Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt worden, 3,5 % bzw. 4.200 Wohnungen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres. Insgesamt sei der Neu- und Umbau von 228.500 Wohnungen genehmigt worden, das sei ein Rückgang von 2,5 % bzw. 5.900 Wohnungen. 
 
Babiel: „Der von der Politik eingeschlagene Weg, an den Symptomen herumzudoktern, ist der falsche. Es müssen vorgeschlagene Lösungen umgesetzt werden: Ausweisen von zusätzlichem Bauland, Aufstockung von Gebäuden innerstädtisch, Erhöhung der Planungskapazitäten in den Kommunalverwaltungen und Vereinheitlichung der Landesbauordnungen. Das würde die Probleme beheben und für mehr (bezahlbaren) Wohnraum sorgen.“ 
 
Babiel ergänzte, dass auch der Wohnungsbau schneller und effizienter gestaltet werden müsse. Deshalb setzt der Verband auf einen Durchbruch beim seriellen und modularen Wohnungsbau – Stichwort Typengenehmigung und Partnerschaftsmodelle. „Damit verkürzt der serielle Wohnungsbau nicht nur die Planungs- und Bauzeit, sondern kann auch zur Kostensenkung beitragen und die Bauverwaltungen entlasten“, so Babiel. 
 
Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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