Konjunktur aktuell: Bauhauptgewerbe im April 2018

Freitag, 22.06.2018

23/18
Kr/St
 

Frühling am Bau – Umsätze um 13 % über Vorjahresniveau. Baunachfrage entwickelt sich weiter dynamisch: Auftragseingänge legen um 7 % zu.
 

In der Bauwirtschaft ist im April - nach einem witterungsbedingten Umsatzrück­gang im März - wieder der Frühling eingezogen: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlen­bildes mitteilt, legte der baugewerb­liche Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im April - im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat - um nominal 12,5 % zu. Die Bauunternehmen profitierten nicht nur von der - im Vergleich zum Vormonat - besseren Witterung, sondern auch von einem Arbeitstageeffekt: Ihnen standen zwei Arbeitstage mehr zur Verfü­gung als im April 2017. In dem gesamten Zeitraum von Januar bis April ist der Umsatz um nominal 8,2 % gestiegen. Auch der Auftragseingang entwickelte sich dynamisch: Die Bauunternehmen* meldeten für April im Vorjahresvergleich ein Orderplus von nominal 6,8 %, für die ersten vier Monate ergibt sich ein Plus von 6,8 %. Auch im Vergleich zum Vormonat haben die Aufträge nach Berech­nungen des Sta­tistischen Bundesamtes im April (arbeitstäglich-, saison- und preisbereinigt) zugelegt, und zwar um 2,6 %.


Entsprechend positiv beurteilten die Bauunternehmen im Frühsommer ihre Geschäftslage: Knapp zwei Drittel der vom Deutschen Industrie- und Handelskam­mertag Befragten bewerten diese als gut, ein Drittel ist mit der aktuellen Geschäfts­lage zufrieden. Lediglich 3 % ist unzufrieden, so wenige wie nie zuvor. Auch die Zukunftserwartungen sind so optimistisch wie noch nie seit der Wiedervereini­gung: Nahezu jedes vierte Bauunternehmen erwartet für die kommenden 12 Monate eine (noch) bessere Geschäftslage, 73 % eine gleichbleibende. Entsprechend posi­tiv ist die Umsatzprognose des Hauptverbandes, der für 2018 für die gesamte Bran­che nach wie vor ein Plus von nominal 6 % erwartet. Bei einer voraussichtlichen Preis­steigerung von 4 % bliebe ein reales Plus von 2 %.

 

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.
*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

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