Konjunktur aktuell: Bauindustrie zu den Konjunkturindikatoren im Juli 2018

Dienstag, 25.09.2018

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  • Heißer Sommer am Bau: Unternehmen melden ein Umsatzplus von 13 %
  • Auch die Auftragseingänge entwickeln sich weiter positiv

 

„Nicht nur das Wetter erreichte in diesem Jahr immer neue Superlative, auch der Bau erlebte einen heißen Sommer.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptge­schäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die heute in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Kon­junkturindikatoren im Bauhauptgewerbe. Demnach hätten die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für Juli ein Umsatzplus von nominal 13,1 % gemeldet. Im gesamten Zeitraum von Januar bis Juli lägen die Umsätze* um 9,0 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. „Auch für die kommenden Monate sind wir opti­mistisch,“ ergänzte Babiel. Schließlich lägen die Auftragseingänge in den ersten sie­ben Monaten um nominal 7,9 % über dem Vorjahr. Allein im Juli hätten die Betriebe* 10,1 % mehr Aufträge erhalten als im Vorjahresmonat und mit 7 Mrd. Euro sei er der höchste jemals gemessene Juli-Wert. Auch im Vergleich zum Vormonat weise das Statistische Bundesamt ein Plus aus: Der (preis-, saison- und arbeitstäglich) bereinigte Auftragseingang sei - trotz des mittlerweile erreichten hohen Niveaus - binnen Monatsfrist um 1,9 % gestiegen.

„Der Wohnungsbau hat sich zum Start des zweiten Halbjahres als Konjunktur­lokomotive zurückgemeldet,“ erläuterte Babiel. Nach einem schwachen Juni-Ergeb­nis hätten Umsätze und Auftragseingänge im Juli wieder stark angezogen (+ 18,5 % bzw. + 17,5 %, Jan.-Jul.: + 11,2 % bzw. + 6,0 %). Aber auch die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes seien nicht untätig gewesen: Für den Wirtschaftsbau hät­ten die Baubetriebe einen deutlichen Umsatz- und vor allem Auftragsschub gemel­det (Juli: + 9,6 % bzw. 17,1 %, Jan.-Jul.: + 9,5 % bzw. 12,0 %). Babiel: „Lediglich der Öffentliche Bau schwächelt ein wenig. Die Aufträge waren im Juli leider im Minus.“ Babiel befürchtet, dass die Verwaltungen nicht über genügend Personal­ressourcen verfügen, um geplante Projekte voranzutreiben.

 

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.
*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

 

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