Presseinfo 23/13

Montag, 22.07.2013

Deutsche Bauindustrie:

  • Internationale Bauleistung mit 32 Milliarden Euro auf Rekordniveau
  • Australien und Nordamerika wichtigste Baumärkte

Mit einer Bauleistung von rund 32 Milliarden Euro haben die international tätigen deutschen Bauunternehmen 2012 ihr Auslandsgeschäft gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent gesteigert und damit einen neuen Rekordwert erzielt. Gleichzeitig konnten internationale Aufträge mit einem Volumen von 33 Milliarden Euro akquiriert werden. Dies stellt den zweithöchsten Wert nach 2010 dar. „Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen deutsche Bauleistungen im Aus­land auf Grund der hohen Ingenieurkompetenz stark nachgefragt werden.“ Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin der Präsident des Haupt­verbandes der Deutschen Bauindustrie, Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, die jüngste Auslandsbaustatistik seines Verbandes. 

Wie schon in den Vorjahren schlugen in erster Linie die Auftragseingänge in Australien und den USA sowie Kanada zu Buche, die zusammen genom­men für rund 85 Prozent der internationalen Auftragseingänge zeichneten. Im Vergleich zum Jahr 2011 konnte das Auftragsvolumen aus den USA um 46 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Die Auftragseingänge aus Australien zogen um ein Viertel auf 18,4 Milliarden Euro an. Darüber hinaus verbesserte sich auch das Auslandsgeschäft in Lateinamerika um 75 Prozent auf 861 Millionen Euro. Der größte Anteil entfiel dabei auf den Baumarkt in Brasilien.

Demgegenüber gingen die Auftragseingänge in den übrigen Erdteilen – allerdings in unterschiedlichem Ausmaß – zurück. Dabei blieb der europä­ische Baumarkt zwar mit einem Auftragsvolumen von 2,8 Milliarden Euro erneut führend, aber vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sanken die Orders um rund 740 Millionen Euro. Die größten Auftragsvolu­mina wurden in Polen, Österreich, Tschechien und Großbritannien akqui­riert. Das Ordervolumen aus Asien blieb mit rund 690 Millionen Euro deutlich unter der Milliardenschwelle. Das bedeutet ein Minus von 450 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Im Fokus standen neben den Baumärkten in der Golfregion auch Hongkong und Malaysia. Auch das Auslandsgeschäft in Afrika sank auf Grund des Geschäftsrückgangs in Nordafrika um etwa 30 Prozent auf 460 Millionen Euro.

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