Presseinfo 24/13

Mittwoch, 24.07.2013

Bauhauptgewerbe im Mai 2013:

  • Regen und Hochwasser verhageln Baubilanz: Bauunternehmen melden Umsatzrückgang von 6 %
  • Aussichten für die zweite Jahreshälfte aber positiv: Aufträge legen um weitere 4 % zu

Den Bauunternehmen macht die Witterung weiter sehr zu schaffen - nach dem langen Winter verhagelten im Frühsommer Regen und Hochwasser die Bilanz: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Mai um nominal 6,2 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Jedes zehnte - im Rahmen des ifo-Konjunkturtests befragte - Bau­unternehmen klagte über eine Behinderung der Bautätigkeit aufgrund schlech­ter Witterung (im Vorjahr: 2 %), in den vom Hochwasser betroffenen Regionen sogar jedes fünfte. Der Bauindustrieverband befürchtet, dass diese Entwick­lung im Juni anhalten könnte, die ifo Daten deuteten darauf hin. Schon jetzt hat sich ein Umsatzminus von 6,4 % für die ersten fünf Monate aufgestaut. Der Aufholprozess wird sich damit in die zweite Jahreshälfte verschieben.

Es ist zu hoffen, dass die Kapazitäten dann ausreichen, um den Auftragsstau abzuarbeiten - mittlerweile hat die durchschnittliche Reichweite der Auftrags­bestände 3,3 Monate erreicht, den höchsten gesamtdeutschen Wert. Die Bestände haben sich auch im Mai weiter erhöht: Die Bauunternehmen meldeten ein Auftragsplus von nominal 3,9 % (real: +2,3 %). Insgesamt erreichte der Auftragseingang von Januar bis Mai das Vorjahresniveau (real: - 1,8 %), angesichts des guten Vorjahreswertes (Jan.-Mai 2012: + 8,6 %) ein erfreu­liches Ergebnis.

Die Entwicklung in den Bausparten war im Mai sehr widersprüchlich – einem Plus im Auftragseingang stand jeweils ein Minus im Umsatz gegenüber. Am breitesten war die Spanne beim Wohnungsbau: Die Nachfrage stieg um 8,4 % (Jan.-Mai: + 2,3 %), die Neubaugenehmigungen von Wohnungen legten in den ersten fünf Monaten sogar um 15,3 % zu. Demgegenüber ging der Umsatz um 8,1 % zurück (Jan.-Mai: - 5,4 %). Der Wirtschaftsbau profitierte von mehreren Großprojekten: Die Bauunternehmen meldeten im Mai ein Orderplus von 4,4 % (Jan.-Mai: - 2,4 %). In den Umsätzen spiegelt sich das allerdings noch nicht wider: Sie sind um 6,2 % zurückgegangen (Jan.-Mai: - 6,1 %). Zudem sind die Neubaugenehmigungen im Wirtschaftshochbau (ver­anschlagte Baukosten) in den ersten fünf Monaten im Minus (- 5,2 %). Auch der Öffentliche Bau entwickelte sich gegenläufig: Die Bauunternehmen mel­deten für den Auftragseingang ein Plus von 1,4 % und für den Umsatz ein Minus von 3,8 % (Jan.-Mai: + 1,7 % bzw. - 8,1 %).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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