Verdienste in der Bauwirtschaft steigen

Die Bauunternehmen haben zunehmend Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen. Um Fachkräfte zu finden oder diese im Unternehmen zu halten, haben die Unternehmen die Löhne und Gehälter erhöht. Dies hat den Abstand zu den Verdiensten im Verarbeitenden Gewerbe aber nur leicht reduziert.

Im Hoch- und Tiefbau lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) bei 3.800 Euro (Stand: 3. Q. 2019). Die Verdienste am Bau sind damit seit 2007 durchschnittlich um 38 % gestiegen. Besonders stark angezogen haben sie ab 2011, als aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Baufacharbeitern die Abwerbung innerhalb der Branche an Dynamik zugelegt hat. Der Anstieg der Verdienste fällt umso stärker aus, je höher die Qualifikation der Arbeitnehmer und somit die Leistungsgruppe ist (nicht zu verwechseln mit der Lohngruppe). Den stärksten Anstieg verzeichneten die Gehälter der Leistungsgruppe 1 (+ 45 %), dies sind Arbeitnehmer in leitender Stellung.

Im Vergleich zur Bauwirtschaft sind die Verdienste im Verarbeitenden Gewerbe im Durchschnitt im gleichen Zeitraum „nur“ um 33 % gestiegen, womit der Abstand der Verdienste am Bau zu denen im Verarbeitenden Gewerbe etwas geschrumpft ist, 2007 erreichten die Durchschnitts-Verdienste im Hoch- und Tiefbau 87 % des Niveaus im Verarbeitenden Gewerbe, 2019 90 %. Trotz 10 Jahren Bauaufschwung liegen die Verdienste in der Bauwirtschaft somit immer noch 10 % unter dem Niveau des Verarbeitenden Gewerbes. Der Abstand hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder erhöht: 2018 lag das Niveau „nur“ 8 % niedriger.

 

 

 

 

Siehe auch:

auf den Punkt gebracht: „Löhne und Entgelte im Baugewerbe deutlich erhöht“,

auf den Punkt gebracht: „Fachkräftesituation im Bauhauptgewerbe“

Präsentation „Bauarbeitsmarkt“

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