Das internationale Baugeschäft

Die deutsche Bauindustrie ist auf Grund der Qualität von Projektmanagement und Bauausführung, ihrer Ingenieurkompetenz, Innovationsfähigkeit und Termintreue international wettbewerbsfähig bei technisch anspruchsvollen Bauprojekten in der Verkehrsinfrastruktur, im Spezialtiefbau sowie beim Bau von Kraftwerken und Industrieanlagen zur Geltung. Diese Wettbewerbsfähigkeit könnte durch eine frühe Einbindung in die Planungsphase des Projekts noch zielgerichteter eingesetzt werden. Weitere Facetten der Umweltdienstleistungen sind der Bau und Betrieb von Trinkwasseraufbereitungsanlagen sowie die Altlastensanierung und das Flächenrecycling. Auf Grund ihres weitweiten Firmennetzwerks verfügt die deutsche Bauindustrie über eine große Erfahrung mit den rechtlichen, sozialen und kulturellen Besonderheiten der einzelnen Auslandmärkte. Bei all ihren internationalen Aktivitäten achten die deutschen Bauunternehmen und ihre lokalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften auf die Einhaltung aller nationalen und internationalen Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards sowie der einschlägigen Compliance-Regeln.

Auslandsbaustatistik

Zufolge der jetzt vorliegenden Auswertung der Auslandsbaustatistik des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie für das Jahr 2018 akquirierten die international aktiven Firmen der deutschen Bauindustrie mit ihren lokalen Tochter- und Beteiligungs-gesellschaften im vergangenen Jahr Auslandsaufträge im Gesamtwert von 4,2 Mrd. €. Die internationale Bauleistung erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 4,4 Mrd. €. Die mit Abstand wichtigste Auslandsbauregion ist derzeit Europa. Im Vorjahr summierten sich die Auftragseingänge aus den europäischen Nachbarländern auf mehr als 2,8 Mrd. € und stellten somit rund zwei Drittel des Gesamtvolumens dar. Die aktuell wichtigsten europäischen Auslandsbaumärkte der deutschen Bauindustrie befinden sich in Skandinavien (Schweden und Dänemark) sowie in Österreich, Polen und Tschechien.

In Lateinamerika entwickelte sich das Auftragsvolumen positiv und stieg auf rund 420 Mio. € an, Schwerpunktmärkte in dieser Region sind nach wie vor Chile und Brasilien. Das Ordervolumen aus Asien erreichte rund 600 Mio.€, davon stammten 40% aus den Staaten der Golfregion. In Afrika bleibt die deutsche Bauindustrie trotz des schwierigen Umfelds engagiert, hier war ein Auftragsvolumen von rund 300 Mio. € zu verzeichnen, mit größeren Auftragsvolumina in Ägypten und Nigeria.

Die folgende Tabelle berücksichtigt ebenfalls Unternehmen, die nicht in der Auslandsbaustatistik des Hauptverbands erfasst sind. In dieser Auswertung lieferte das Tochter- und Beteiligungsgeschäft in den USA und Austarlien den größten Beitrag zum internationalen Baugeschäft der deutshen Bauindustrie.

Im Mehrjahresvergleich stellt sich der Auftragseingang der deutschen Bauindustrie aus dem Ausland wie folgt dar:

 

 

 

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