Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Ausbildung in der Bauwirtschaft

 

Deutlich mehr Renten- als Neuzugänge

 

Die Bauwirtschaft hatte im Zuge der Baurezession an Attraktivität für Auszubildende verloren, deren Zahl lag Ende 2018 bei 39.450 und damit um 60 % unter dem Niveau von 1995. Auch der unerwartet starke Anstieg der Zahl der Lehrlinge im 1. Ausbildungsjahr in den vergangenen drei Jahren konnte den negativen Trend nur leicht stoppen. Ende 2018 lag die Zahl bei 14.060 und damit um 1.100 bzw. 8,6 % über dem Vorjahresniveau.

Dass die Zahl der Lehrlinge trotz des demografischen Wandels zulegt hat, führen Fachleute auf das „Berufsstart Bau“-Programm zurück, in dem junge Leute gezielt auf die Ausbildung vorbereitet werden. Aber auch die Zahl der Auszubildenden aus Flüchtlingsherkunftsländern ist gestiegen: 2018 wurden (nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit) allein im Hoch- und Tiefbau 700 Ausbildungsverträge mit Bewerbern aus den Kriegs- und Krisengebieten abgeschlossen, das waren 500 mehr als noch 2016.

Die insgesamt 12.700 gewerblichen Neuzugänge können die schätzungsweise 26.000 Arbeiter, die 2018 in den Ruhestand gegangen sind, aber nicht ersetzen.

Mittlerweile liegt das Verhältnis von Auszubildenden zu Facharbeitern nur noch bei 8,4, die Lehrlingsquote lag 1997 noch bei 14. Diese fällt innerhalb der Betriebsgrößenklassen unterschiedlich aus: Lediglich die Betriebe mit 100 und mehr Beschäftigten weisen einen überdurchschnittlichen Wert auf.

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