Ausbildung in der Bauwirtschaft

Deutlich mehr Renten- als Neuzugänge

Die Zahl der Auszubildenden in der Bauwirtschaft lag Ende 2020 bei 42.120 und damit um 58 % unter dem Niveau von 1995. Den negativen Trend konnte auch der Anstieg der Zahl der Lehrlinge im 1. Ausbildungsjahr von 2014 bis 2020 nur leicht stoppen. Ende 2020 lag deren Zahl bei 14.500 (gewerbl. + kfm.) und damit - trotz der Corona-Krise - um 670 bzw. 4,8 % über dem Vorjahresniveau.

Dass die Zahl der Lehrlinge (gewerbl. + kfm.) in den Vorjahren zugelegt hat, ist auch auf das „Berufsstart Bau“-Programm zurückzuführen, in dem junge Leute gezielt auf die Ausbildung vorbereitet werden. Aber auch die Zahl der Auszubildenden aus Kriegs- und Krisengebieten ist gestiegen: 2019 wurden mit diesen im Hoch- und Tiefbau 600 Ausbildungsverträge abgeschlossen, dreimal so viele wie 2016.

Die 13.160 gewerblichen Neuzugänge können die 15.000 Arbeiter, die 2020 in den Ruhestand gegangen sind, aber nicht ersetzen. Das Verhältnis von Auszubildenden zu Facharbeitern liegt nur noch bei 8,8, 1997 waren es noch 14.