Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Bauhauptgewerbe

Die Nachfrage nach Baufachkräften ist nach wie vor hoch

Von 1995 bis 2009 hatte sich die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe halbiert, der Anteil an allen Erwerbstätigen ging von 4,1 % auf 1,9 % zurück. Die seitdem steigende Bauproduktion und die Furcht vor einem Fachkräftemangel veranlassten die Bauunternehmen, ihre Beschäftigten von 2009 bis 2020 um 188.000 auf 893.000 aufzustocken.

Die Zahl der offenen Stellen für Bauingenieure hat sich von 2009 bis 2020 mehr als verdreifacht, die für Baufacharbeiter fast verdoppelt. Da der Fachkräftebedarf nicht allein über die Ausbildung gedeckt werden konnte, fanden viele Arbeitslose wieder eine Beschäftigung: Von 2009 bis 2019 ist die Zahl der arbeitslosen Bauingenieure um 50 % und die der arbeitslosen Baufacharbeiter um 70 % zurückgegangen. 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen aber – Corona-bedingt – wieder leicht gestiegen.