Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Bauhauptgewerbe

Die Nachfrage nach Baufachkräften ist ungebrochen

 

Vom Höchststand 1995 bis zum Tiefstand 2009 hatte sich die Zahl der Beschäftigten im deutschen Bauhauptgewerbe halbiert. Entsprechend rückläufig war der Anteil an den gesamten Erwerbstätigen: Dieser ging im gleichen Zeitraum von 4,1 % auf 1,9 % zurück. Der baukonjunkturelle Aufschwung seit 2006 hat den Abwärtstrend aber gestoppt. Die gestiegene Bauproduktion und die Furcht vor einem Fachkräftemangel ließen die Bauunternehmen ihre Belegschaften sogar wieder aufstocken: Die Zahl der Beschäftigten nahm von 2009 bis 2017 um 107.000 auf 812.000 zu.

Insbesondere die Nachfrage nach Bauingenieuren ist ungebrochen: Die Zahl der offenen Stellen hat sich von 2009 bis 2017 verdreifacht. Aber auch die Zahl der offenen Stellen für Baufacharbeiter in bauhauptgewerblichen Berufen stieg deutlich an (+91 %). Da der Fachkräftebedarf nicht im ausreichenden Maß über die Ausbildung gedeckt werden konnte, fanden viele Arbeitslose wieder eine Beschäftigung: Von 2009 bis 2017 ist die Zahl der arbeitslosen Bauingenieure um 42 % und die der arbeitslosen Baufacharbeiter um 60 % zurückgegangen.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.