Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Betriebsstruktur im Bauhauptgewerbe

Größere Betriebe gewinnen wieder an Bedeutung


Im Juni 2017 gab es im deutschen Bauhauptgewerbe etwa 75.000 Betriebe mit 817.400 Beschäftigten. Die großen Betriebe mit 200 und mehr Beschäftigten machten zwar nur 0,3 % der Betriebe aus, beschäftigten aber 11 % der Erwerbstätigen und erwirtschafteten 16 % des Umsatzes.

Seit 1995 ist der Erwerbstätigenanteil dieser Größenklasse um sieben Prozentpunkte geschrumpft, der Anteil am Umsatz ist um 22 % zurückgegangen. Auch der Mittelstand musste einen Anteilsverlust hinnehmen. Lediglich die kleineren Betriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten konnten ihre Anteilswerte deutlich steigern. Sie haben ihren Umsatzanteil nicht nur in ihrer Domäne, dem Wohnungsbau, ausgebaut, sondern auch im eher bauindustriellen Wirtschafts- und Öffentlichen Bau.

Der Anteilsverlust der größeren Betriebe wurde aber Mitte des vergangenen Jahrzehnts gestoppt. Mit Einsetzen des baukonjunkturellen Aufschwungs und des damit einhergehenden Beschäftigungs- und Umsatzanstiegs konnten die Baubetriebe mit 200 und mehr Beschäftigten wieder deutliche Anteilsgewinne verzeichnen.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.