Betriebsstruktur im Bauhauptgewerbe

 

 

Größere Betriebe gewinnen wieder an Bedeutung

 

Im Juni 2018 gab es im deutschen Bauhauptgewerbe etwa 75.000 Betriebe mit 842.400 Beschäftigten. Die großen Betriebe mit 200 und mehr Beschäftigten machten zwar nur 0,3 % der Betriebe aus, beschäftigten aber 12 % der Erwerbstätigen und erwirtschafteten 18 % des Umsatzes.

Seit 1995 ist der Erwerbstätigenanteil dieser Größenklasse um sechs Prozentpunkte geschrumpft, der Anteil am Umsatz ist um 16 % zurückgegangen. Auch der Mittelstand musste einen Anteilsverlust hinnehmen. Lediglich die kleineren Betriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten konnten ihre Anteilswerte deutlich steigern. Sie haben ihren Umsatzanteil nicht nur in ihrer Domäne, dem Wohnungsbau, ausgebaut, sondern auch im eher bauindustriellen Wirtschafts- und Öffentlichen Bau.

Der Anteilsverlust der größeren Betriebe wurde aber Mitte des vergangenen Jahrzehnts gestoppt. Mit Einsetzen des baukonjunkturellen Aufschwungs und des damit einhergehenden Beschäftigungs- und Umsatzanstiegs konnten die Baubetriebe mit 200 und mehr Beschäftigten wieder deutliche Anteilsgewinne verzeichnen.

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