Betriebsstruktur im Bauhauptgewerbe

 

Größere Betriebe gewinnen wieder an Bedeutung

 

Im Juni 2019 gab es im deutschen Bauhauptgewerbe etwa 77.000 Betriebe mit 872.000
Beschäftigten. Die großen Betriebe mit 200 und mehr Beschäftigten machten zwar nur
0,3 % der Betriebe aus, beschäftigten aber 12 % der Erwerbstätigen und erwirtschafteten
19 % des Umsatzes.

Von 1995 bis 2005 (dem Ende der Baukrise) ist der Erwerbstätigenanteil dieser Größenklasse um neun Prozentpunkte geschrumpft, der Anteil am Umsatz ist von 21 % auf 13 % zurückgegangen. Auch der Mittelstand musste einen Anteilsverlust hinnehmen. Lediglich die kleineren Betriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten konnten ihre Anteilswerte deutlich steigern. Sie haben ihren Umsatzanteil nicht nur in ihrer Domäne, dem Wohnungsbau, ausgebaut, sondern auch im eher bauindustriellen Wirtschafts- und Öffentlichen Bau.

Der Anteilsverlust der größeren Betriebe wurde aber Mitte des vergangenen Jahrzehnts
gestoppt. Mit Einsetzen des baukonjunkturellen Aufschwungs und des damit einhergehenden Beschäftigungs- und Umsatzanstiegs konnten die Baubetriebe mit 200 und
mehr Beschäftigten wieder deutliche Anteilsgewinne verzeichnen.

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