Europäische Baukonjunktur

Deutschland als Stabilitätsanker

Von 2000 bis 2007 legten die realen Bauinvestitionen in der EU-28 um gut 17 % zu. Bis 2013 war dann durch das Platzen der Immobilienblase in einigen Mitgliedsländern und die europäische Schulden- und Wirtschaftskrise allerdings ein Rückgang von 20 % zu verzeichnen. Seitdem gab es bis 2019 wieder ein Wachstum von 15 %. 

Der zwischenzeitliche Rückgang war in den (immobilien-)wirtschaftlichen Krisenländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien mit 44 % besonders ausgeprägt. Allein auf diese fünf Länder entfiel ein Anteil von zwei Dritteln am Rückgang der Bautätigkeit in der EU. Zudem war das Wachstum seit 2014 mit 11 % nur unterdurchschnittlich. 

Deutschland übt seit 2008 einen stabilisierenden Einfluss aus. Die Bauinvestitionen im größten europäischen Baumarkt legten bis 2019 um insgesamt 20 % zu. In den MOE-Staaten sowie den restlichen EU-Mitgliedsländern war eine ähnlich zyklische Entwicklung zu beobachten wie in der gesamten EU.