Fertigstellungen im Wohnungsbau nach Bundesländern

 

Der Süden liegt vorn

 

Von 2009 bis 2018 stieg die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um 80 % auf 286.000. Treiber der Entwicklung war der Mehrfamilienhausbau, hier legten die Fertigstellungen sogar um 160 % zu. Der Versorgungsindikator – die Zahl der Fertigstellungen je 1.000 Einwohner – stieg bundesweit von 2,0 auf 3,5, im Durchschnitt der Jahre waren es 2,8.

In den Bundesländern war die Entwicklung äußerst unterschiedlich. In Bayern und Baden-Württemberg wurden im Betrachtungszeitraum jährlich durchschnittlich 3,8 bzw. 3,1 Wohnungen pro tausend Einwohner fertiggestellt. Diese beiden Bundesländer verzeichneten zugleich den höchsten Bevölkerungszuwachs. Die mit Abstand niedrigsten Fertigstellungszahlen gab es in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit lediglich 1,7 bzw. 1,3 Wohnungen.

Die Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein profitierten von den boomenden Ballungsräumen Berlin und Hamburg. Viele Wohnungssuchende weichen dort auf das Umland aus. In Mecklenburg-Vorpommern entstanden überdurchschnittlich viele Ferienwohnungen.

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