Finanzkennzahlen und Insolvenzen im Bauhauptgewerbe

Auf gutem Kurs

In den Jahren 2001 bis 2019 konnten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes ihre Umsatzrendite vor Steuern im Trend deutlich steigern; von 2,5 % auf 7,7 %. Je größer das Bauunternehmen, desto geringer ist aber die Vorsteuerrendite, da bei den kleineren Firmen der Gewinn noch um den Unternehmerlohn bereinigt werden müsste. So lag 2019 die Rendite bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro nur bei 3,9 %, bei Unternehmen mit weniger als 0,5 Mio. Jahresumsatz war sie dagegen zweistellig.

Die Eigenkapitalquote im Bauhauptgewerbe hat sich im Betrachtungszeitraum von 3,3 % auf 18,6 % sogar mehr als verfünffacht. Anders als bei der Rendite fällt die Eigenkapitalquote nach Unternehmensgrößenklassen seit 2015 nicht mehr stark unterschiedlich aus.

Die positive finanzwirtschaftliche und baukonjunkturelle Entwicklung führte zu einem deutlichen Rückgang der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2001 (4.909) gingen diese bis 2020 um mehr als drei Viertel auf nur noch 1.040 zurück.