Genehmigungen im Wohnungsbau

Seit 2017 schwächere Entwicklung

2020 wurden in Deutschland 368.439 Wohnungen zum Bau genehmigt, womit das Niveau des Jahres 2016 noch nicht wieder erreicht wurde. Der Schwerpunkt lag mit 87 % in neuen Wohngebäuden. 11 % der Wohnungen entfielen auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, 2 % auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden. Die schwächere Entwicklung seit 2017 ist auch auf nicht ausreichendes Bauland sowie Personalprobleme in den kommunalen Bauämtern zurückzuführen.

2020 wurden mehr als doppelt so viele Wohnungen zum Bau genehmigt als zum Tiefpunkt im Jahr 2008. Besonders deutlich war das Wachstum bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, wo sich die Genehmigungszahlen mehr als verdreifachten. Anhaltend rückläufige und niedrige Hypothekenzinsen, ein stabiler Arbeitsmarkt, wachsende verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, der Zuzug nach Deutschland, die Wanderung in die Ballungsgebiete, steigende Mieten und das Interesse der Investoren an wertbeständigen Anlagen waren Treiber der Entwicklung. Die Corona-Krise hat 2020 diesen Trend nicht gebrochen.