Öffentliche Bautätigkeit

Gemeinden holen weiter auf

Die Investitionen des Staates in Bauten betrugen 2020 49 Mrd. Euro, das waren – trotz Corona-Krise - 4,3 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit hat die Öffentliche Hand zwar nominal 45 % mehr investiert als Mitte der neunziger Jahre; preisbereinigt lag das Niveau aber immer noch um 5 % niedriger.

Der Anstieg 2020 ist - dank der Kompensation der Gewerbesteuerausfälle durch Bund und Länder - überwiegend auf ein Plus bei den Gemeinden von 11,4 % auf 28 Mrd. Euro zurückzuführen. Damit wendeten die Gemeinden 9,6 % ihrer Gesamtausgaben für Baumaßnahmen auf. Mitte der Neunziger lag dieser Anteil aber noch bei 15 %. Bund und Länder haben hingegen in den vergangenen 20 Jahren kaum mehr als 2 % ihrer Ausgaben für Baumaßnahmen aufgewendet. Aufgrund des nur leichten Anstiegs 2020 um 1,1 % auf 8,7 Mrd. Euro beim Bund und um 0,3 % auf 8,4 Mrd. Euro bei den Ländern lag der Anteil an den Gesamtausgaben (welche Corona-bedingt stark gestiegen sind) sogar nur noch bei jeweils 1,7 %.