Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Öffentliche Bautätigkeit

Gewinnt wieder leicht an Bedeutung

Die Investitionen des Staates in Bauten betrugen 2017 nominal 38 Mrd. Euro, 5,8 % mehr als im Vorjahr. Damit hat die Öffentliche Hand aber gerade einmal so viel investiert wie zu Beginn der neunziger Jahre; preisbereinigt lag das Niveau sogar um 30 % niedriger.

2017 haben nur Bund und Länder ihre Bauausgaben erhöht, die Gemeinden konnte lediglich das Niveau des Vorjahres halten. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Bund mit einem Plus von 14,1 % auf 8,8 Mrd. Euro. Dies dürfte auf die Erhöhung der Mittel für die Bundesfernstraßen von 6,0 Mrd. Euro 2016 auf 6,8 Mrd. Euro 2017 zurückzuführen sein. Obwohl er damit seinen höchsten gesamtdeutschen Wert erreicht hat, machten die Bauausgaben nur 2,3 % seiner Gesamtausgaben aus.

Zwar lag der Anteil bei den Gemeinden mit 7,7 % höher, die zwischenzeitliche Schrumpfung der Bauausgaben von 1992 bis 2005 hat den Anteil aber mehr als halbiert. 2017 entfielen nur noch 52% der gesamten Bauausgaben der Gebietskörperschaften auf die Gemeinden (1992: 70 %).

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