Preisentwicklung im Baugewerbe

Beschleunigung ab 2006

Die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes, das sich auf den Rohbau und den Tiefbau konzentriert, sind während der Baurezession von 1995 bis 2005 konstant zurückgegangen. Erst ab 2006 gelang es wieder, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Das Ausbaugewerbe erbringt vor allem Sanierungs-, Installations- und Fertigstellungsleistungen. Es hat von den langfristig steigenden Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand profitiert.

Von 1995 bis 2020 stiegen die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes nur um 43 %, das Ausbaugewerbe konnte dagegen eine Preissteigerung von 61 % am Markt durchsetzen. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise legten um 41 % zu.

Die Veränderungsraten der Baupreise sind auch auf Preisveränderungen bei Baumaterialien und Energie, sowie auf den deutlichen Anstieg der Tariflöhne zurückzuführen. Von 2016 bis 2019 stieg der Erzeugerpreisindex für Bitumen aus Erdöl um 62 %, für Betonstahl in Stäben um 21 % und für Energie um 11 %. 2020 waren hingegen - auch in Folge der Corona-Krise – teils deutliche Rückgänge zu verzeichnen.