Dipl.-Oec. Heinrich Weitz

heinrich.weitz@bauindustrie.de

Preisentwicklung im Baugewerbe

Moderater Anstieg ab 2006 


Die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes, das sich auf den Rohbau und den Tiefbau konzentriert, sind während der Baurezession konstant zurückgegangen. Erst ab 2006 gelang es wieder, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Das Ausbaugewerbe erbringt vor allem Sanierungs-, Installations- und Fertigstellungsleistungen. Es hat von den langfristig steigenden Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand profitiert.

Von 1995 bis 2017 stiegen die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes nur um 27 %, das Ausbaugewerbe konnte dagegen eine Preissteigerung von 46 % am Markt durchsetzen. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise legten um 36 % zu.

Die Zunahme der Baupreise war zwischenzeitlich auch auf starke Preissteigerungen bei Baumaterialien und Energie zurückzuführen. Von 1995 bis 2012 stieg der Erzeugerpreisindex für Energie um 77 %, für Betonstahl in Stäben um 116 % und für Bitumen aus Erdöl um 490 %. Danach waren die Preise rückläufig, sind aber 2017 wegen der starken Nachfrage wieder gestiegen.

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