Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Umsätze im Bauhauptgewerbe nach Sparten

 

Alle Bausparten profitierten von guter Baukonjunktur

 

Die Betriebe des Bauhauptgewerbes haben 2018 einen Umsatz von 127 Mrd. Euro erwirtschaftet, 11,3 % mehr als 2017. Das ist der höchste nominale gesamtdeutsche Wert. Der starke Anstieg ist aber auch auf gestiegene Baupreise zurückzuführen, diese legten 2018 um 5,6 % zu. Zu dieser Entwicklung hatte neben Kostensteigerungen bei Bauprodukten auch die deutliche Tariflohnerhöhung von 5,7 % maßgeblich beigetragen. Trotz der Preissteigerung verzeichnete die Branche aber immer noch ein reales Umsatzplus von 5,4 %.

Von der guten Baukonjunktur haben auch die größeren Betriebe profitiert: Die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten ein Umsatzplus von 10,8 %. Der Hauptverband führt die leicht unterdurchschnittliche Entwicklung darauf zurück, dass die kleineren Baubetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten ihre Preise etwas stärker angehoben haben.

Zu der guten Umsatzentwicklung haben alle Bausparten beigetragen, am dynamischsten hat sich allerdings der Wirtschaftsbau* entwickelt, der um 12 % über dem Vorjahresniveau lag. Die Bausparte profitierte von den gestiegenen Investitionen der Industrie und der Deutschen Bahn. Aber auch der Wohnungsbau* legte mit einem Umsatzplus von 10,8 % deutlich zu. Die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum – insbesondere in Ballungsgebieten – durch anhaltende Wanderungsbewegungen, gestiegene Einkommen und niedrige Zinsen wirken sich nach wie vor positiv auf die Wohnungsbautätigkeit aus. Aber auch die Betriebe des Öffentliches Baus* meldeten einen Umsatzzuwachs, mit 9,5 % allerdings leicht unterdurchschnittlich.

 

*) Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

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