Dipl.-Volkswirtin Petra Kraus

petra.kraus@bauindustrie.de

Umsätze im Bauhauptgewerbe nach Sparten

Alle Bausparten profitierten von guter Baukonjunktur


Die Betriebe des Bauhauptgewerbes haben 2017 einen Umsatz von 114 Mrd. Euro erwirtschaftet, 5,9 % mehr als 2016. Das ist der höchste nominale Wert seit 1995. Von der guten Baukonjunktur haben die größeren Betriebe überdurchschnittlich profitiert: Die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten ein Umsatzplus von 8,5 %. Der Hauptverband führt dies darauf zurück, dass der aktuelle Konjunkturaufschwung vor allem vom Neubau getragen wird, kleinere Unternehmen aber eher bei Baumaßnahmen im Bestand gefragt sind. Hinzu kommt, dass die Kleinbetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten stärker von personellen Kapazitätsengpässen betroffen sind.

Zu diesem Ergebnis haben alle Bausparten beigetragen, am dynamischsten hat sich allerdings der Wohnungsbau* entwickelt, welcher um 11,6 % über dem Vorjahresniveau lag. Die Bausparte hat nach wie vor von den niedrigen Hypothekenzinsen, der guten Arbeitsmarktlage, dem steigenden Wohnraumbedarf (insbesondere nach Mietwohnungen in Ballungsgebieten) aufgrund der zunehmenden Bevölkerungswanderung und dem Wunsch von Kapitalanlegern nach einer wert­beständigen Investition profitiert.

Aber auch der Wirtschaftsbau* entwickelte sich ausgesprochen gut, er legte um 8,4 % zu. Hier machen sich die steigenden Investitionen der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes bemerkbar. Auch der Öffentliche Bau* schloss das Baujahr mit 6,5 % gut ab. Die zusätzlichen Mittel für den Straßenbau aus dem Investitionshochlaufprogramm des Bundes sind bei den Unternehmen angekommen.

 

*) Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

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