Wohnungsbau in Ballungsgebieten

Zuwanderung als treibende Kraft

Von 2011 bis 2020 hat sich bundesweit die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen mehr als verdoppelt. Besonders ausgeprägt war diese Entwicklung in den sieben größten Städten, auch wenn dort 2020 die Genehmigungen leicht rückläufig waren. Wegen der starken Nachfrage und der hohen Baulandpreise findet hier vor allem Geschosswohnungsbau statt. Dort wurden im gleichen Zeitraum 4,4 Wohnungen pro Jahr je 1.000 Einwohner genehmigt, im restlichen Bundesgebiet waren es nur 1,8 Wohnungen. Vor allem München und Frankfurt/Main wiesen mit 5,5 bzw. 5,3 Wohnungen eine hohe Genehmigungsintensität auf.

Die Investoren reagierten damit vor allem auf das Bevölkerungswachstum, dessen treibende Kraft die Zuwanderung war. Diese kam in den großen Städten in den Jahren 2011 bis 2019 zu über 90 % aus dem Ausland. Die sieben Städte profitierten aber nur bis 2013 von der Binnenwanderung innerhalb Deutschlands. Seitdem ist der Wanderungssaldo mit dem Umland wieder negativ, vor allem wegen der hohen und stark steigenden Wohnungsmieten.