Verdienste in der Bauwirtschaft steigen

 

Die Bauunternehmen haben zunehmend Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen. Um Fachkräfte zu finden oder diese im Unternehmen zu halten, erhöhen die Unternehmen die Gehälter.

Im Hoch- und Tiefbau lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) bei 3.808 Euro (Stand: 3. Q. 2018). Die Verdienste am Bau sind damit seit 2007 durchschnittlich um 38 % gestiegen. Besonders stark angezogen haben sie ab 2011, als aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Baufacharbeitern die Abwerbung innerhalb der Branche an Dynamik zugelegt hat. Der Anstieg der Verdienste fällt umso stärker aus, je höher die Qualifikation der Arbeitnehmer und somit die Leistungsgruppe ist (LG). Den stärksten Anstieg verzeichnet die LG1 (+ 45 %), dies sind Arbeitnehmer in leitender Stellung.

Im Vergleich zur Bauwirtschaft sind die Verdienste im Verarbeitenden Gewerbe (VG) im Durchschnitt im gleichen Zeitraum „nur“ um 31 % gestiegen, womit der Abstand der Verdienste am Bau zu den Verdiensten im VG etwas geschrumpft ist: 2007 erreichten die Verdienste im Hoch- und Tiefbau 87 % des Niveaus im VG, 2018 92 %. Trotz 10 Jahren Bauaufschwung liegen die Verdienste in der Bauwirtschaft somit immer noch 8 % unter dem Niveau des VG.

 

 

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