Zur heutigen Meldung der bundeseigenen Autobahn GmbH, wonach diese für das Jahr 2025 einen sofortigen Ausschreibungsstopp verhängt, können Sie Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, wie folgt zitieren:
Wir haben seit Wochen vor diesem Tag gewarnt, heute wurde er bittere Gewissheit: Für 2025 kommt im Bundesstraßenbau keine neue Ausschreibung mehr auf den Markt. Das ist ein Schlag ins Kontor für alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die seit Monaten auf Aufträge warten. Es ist ein schwarzer Tag für alle Bürgerinnen und Bürger, die um den Zustand unserer maroden Infrastruktur wissen und die sich einen handlungsfähigen Staat wünschen, der alle Maßnahmen ergreift, seiner hoheitlichen Aufgabe nachzukommen. Wir sehen derzeit leider das Gegenteil. Mit einer Entscheidung vor der Sommerpause hätten 70-80 Bauprojekte sofort losgetreten werden können. Jetzt ist es amtlich: Das Baujahr 2025 ist ein verlorenes Baujahr, während die Unternehmen seit November 2024 unter der vorläufigen Haushaltsführung und damit unter Auftragsmangel leiden. Im Brückenbau gibt es sogar Kurzarbeit. Es grenzt schon an Tragik, dass wir hingegen immer wieder gefragt werden, ob wir genügend Kapazitäten für die kommenden Investitionen hätten. So haben wir den Geist des Sondervermögens nicht verstanden und so rollen auch keine Bagger in Deutschland.
