Die BAUINDUSTRIE hat ihre Position zum europäischen Industrial Accelerator Act (IAA) veröffentlicht. Der Gesetzesvorschlag soll Europas Industriestandort stärken und die Nachfrage nach CO₂-armen Produkten aus europäischer Herstellung erhöhen. Für die Bauwirtschaft ist der IAA besonders relevant, da er Materialquoten für nachhaltige und in Europa (und Partnerländern) gefertigte Produkte in EU-weiten Ausschreibungen vorsieht.
Grundlage der Position ist unter anderem eine Umfrage unter mehr als 50 Unternehmen der Bauindustrie. Die BAUINDUSTRIE unterstützt das Ziel, industrielle Resilienz in Europa zu stärken. Zugleich warnt sie vor einer Ausgestaltung, die öffentliche Vergabeverfahren zusätzlich verkompliziert, Bauprojekte verzögert oder ausführende Unternehmen mit unkalkulierbaren Risiken belastet.
Im Mittelpunkt der Position steht daher die Forderung nach praxistauglichen, rechtssicheren und europaweit einheitlichen Regeln. Starre Material- und Herkunftsquoten können aus Sicht der BAUINDUSTRIE zu Nachprüfungsverfahren, Kostensteigerungen und Problemen bei der Materialverfügbarkeit führen. Stattdessen sollten flexible Modelle geprüft werden, etwa Mindestquoten mit möglichen Wertungsvorteilen bei Übererfüllung.
Die BAUINDUSTRIE bringt diese Position in die politische Diskussion auf europäischer Ebene ein. Ziel ist es, frühzeitig auf eine praxistaugliche Ausgestaltung des IAA hinzuwirken und zusätzliche Belastungen für Bauunternehmen sowie öffentliche Auftraggeber zu vermeiden.
Die vollständige Position der BAUINDUSTRIE steht zum Download bereit.
