Pressemeldung

Aus Ideen müssen Umsetzungen werden

Wohnungsbau/ Hochbau

Bilanz der Bundesministerin: gute Ansätze aber noch kein Licht am Ende des Tunnels. Wohnungsmarkt duldet keine Verzögerung. 

BAUINDUSTRIE-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller zur veröffentlichten Bilanz des Bundesbauministeriums über das erste Regierungsjahr:

Der Wohnungsbaumarkt ist auch ein Jahr nach Beginn der schwarz-roten Koalition noch nicht in Schwung gekommen. Auch wenn Genehmigungen steigen, bewegen sich Auftragseingang und Umsatz weiterhin im negativen Bereich. Die vielen guten Ansätze im Koalitionsvertrag bleiben leider noch überwiegend Ideen auf dem Papier, aber in die breite Umsetzung gekommen sind sie noch nicht. Es kann also noch nicht von einem Licht am Ende des Tunnels gesprochen werden – allein, da 50 Prozent der Unternehmen im Wohnungsbau über Auftragsmangel klagen. Bundesbauministerin Verena Hubertz spricht in ihrer Bilanz deshalb richtigerweise von „einer Grundlage, auf der wir uns nicht ausruhen können und aufbauen müssen“.

Zwar hat der Bau-Turbo das Potenzial, die Baugenehmigungen zu steigern, wenn aber die Wirtschaftlichkeit im Projekt, auch getrieben durch Bürokratie und regulatorische Anforderungen nicht dargestellt werden kann, geht auch einem Bau-Turbo die Puste aus. Es ist deshalb wichtig, dass die im Koalitionsvertrag angekündigte Investitions- und Entbürokratisierungsoffensive jetzt kommt – mit steuerlicher Förderung und Unterstützung öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften. Nur so könnte der zaghafte Aufwärtstrend verstetigt werden. Weitere Konzepte liegen auf dem Tisch: Industrielle Verfahren, Gebäudetyp E, vereinfachte Förderkulisse oder die Anpassung der TA Lärm. Der Wohnungsmarkt duldet keine weitere Verzögerung mehr.