FIEC veröffentlicht Statistischen Report 2025

Internationales Bauen und Europa

Der Europäische Bauverband FIEC hat am 30. Juni seinen 68. Statistikbericht veröffentlicht. Er trägt den Namen „Bauwirtschaft im Wandel“ und bietet eine detaillierte Analyse von 22 Ländern sowie eine EU-weite Übersicht in zentralen Elementen der Bauwirtschaft.

Der Statistische Report der FIEC beschreibt das Jahr 2024 in der europäischen Bauwirtschaft als ein Jahr des Übergangs. Während die Gesamtinvestitionen im Bauwesen um 2,0 % zurückgingen – vor allem bedingt durch einen starken Rückgang im Wohnungsbau von 7,7 % – blieb der Tiefbau mit einem Wachstum von 5,9 % der stabilste Sektor. Für 2025 wird ein weiterer Rückgang der Gesamtinvestitionen um 3,9 % erwartet, während der Tiefbau voraussichtlich erneut um 5,4 % zulegen wird.

Der Nicht-Wohnbau verzeichnete 2024 ein leichtes Wachstum von 0,2 % und dürfte 2025 stabil bleiben. Allerdings verbergen sich hinter dem EU-weiten Durchschnitt große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Der Wohnungsbau steht weiterhin unter Druck: Steigende Zinsen, eingeschränkter Kreditzugang und der Rückzug öffentlicher Förderungen belasten den Neubau ebenso wie die Renovierungstätigkeit. Letzteres wirft zusätzliche Fragen hinsichtlich der Erreichung der EU-Klimaziele auf.

Regional betrachtet stagnieren oder schrumpfen die großen Volkswirtschaften Westeuropas – etwa Deutschland, Frankreich und Italien – während Länder wie Griechenland, Spanien und Rumänien von EU-Wiederaufbaufonds und großen Infrastrukturprojekten profitieren. Dort wird für 2025 ein Anstieg der Bautätigkeit erwartet.

Der Bericht bietet eine detaillierte Analyse von 22 Ländern sowie eine EU-weite Übersicht. Er enthält Kennzahlen zu makroökonomischen Rahmenbedingungen, Bruttowertschöpfung, Bauinvestitionen (nach Segmenten), Beschäftigung, Baugenehmigungen und Preisentwicklungen bei Baustoffen. Damit bleibt er ein zentrales Referenzdokument für politische Entscheidungsträger und Akteure entlang der gesamten Bauwertschöpfungskette.